Nur wenig vorweihnachtlicher Glanz

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Einzige „Sonderbeleuchtung“ in der Derschlager Straße ist die Baustellenbeleuchtung. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Nur wenig vorweihnachtlicher Glanz in der Fußgängerzone. Rund 70 Herrnhuter Sterne leuchten fast ausschließlich in der Haupt- und Kirchstraße und an der Alten Post.

Seit vergangenem Wochenende sind sie an zahlreichen Gebäuden in der Meinerzhagener Innenstadt angebracht (MZ berichtete) und strahlen in der vorweihnachtlichen Zeit in stimmungsvollem Licht: Die rund siebzig Herrnhuter Sterne.

Was von den Initiatoren, Annette Meyer und Ulrich Bierhoff eigentlich nur für den Bereich der Kirchstraße angedacht war, wird jetzt als Ersatz für die bisherige, nicht mehr nutzbare Weihnachtsbeleuchtung auch von vielen Gewerbetreibenden in der Hauptstraße und an der Alten Post genutzt.

„Mit einer derartig großen Nachfrage von über siebzig Sternen hatten wir nicht gerechnet“, so Ulrike Meyer sichtlich erfreut. Das sich dieser Erfolg eingestellt hat, dürfte auch an der Unterstützung des Stadtmarketingvereines liegen. Dessen Geschäftsführer, Bernd-Martin Leonidas, hatte den Mitgliedern des Vereins die Übernahme der Kosten für je zwei Sterne zugesagt.

So positiv der Zuspruch zur „neuen Weihnachtsbeleuchtung“ auch sein mag, bei den Anliegern der Derschlager Straße fällt er desto geringer aus. Hier beteiligen sich bis jetzt nur sehr vereinzelt Händler und Dienstleister an der Aktion. Die Konsequenz hieraus ist für jeden, der nach Einbruch der Dämmerung durch die Fußgängerzone schlendert, deutlich sichtbar. Oder besser gesagt, nicht sichtbar. Denn eine weihnachtliche Beleuchtung gibt es hier fast nicht.

Ein Manko, welches auch nicht wirklich durch die zurzeit eingerichtete Baustellenbeleuchtung für die Arbeiten am Straßenpflaster ausgeglichen wird. Ob sich die Situation im kommenden Jahr durch eine, dann vielleicht wieder in der ganzen Innenstadt installierte Weihnachtsbeleuchtung verbessern wird, steht noch in den Sternen.

Bernd-Martin Leonidas hat zur Verdeutlichung der Situation in den letzten Tagen die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien angeschrieben. Hierbei weist er unter anderem daraufhin, dass der Stadtmarketingverein die alte Weihnachtsbeleuchtung von der AG Einkaufsstadt übernommen hat. Ebenso macht er deutlich, dass der marode Zustand der Lichterketten schon längere Zeit bekannt war. Aber auch grundsätzliche Überlegungen aus den Diskussionen um die Weihnachtsbeleuchtung innerhalb des Marketingvereins, sind dem Schreiben zu entnehmen.

Dabei geht es um ein Konzept, bei dem Drahtseile gespannt werden, an denen die künftige Weihnachtsbeleuchtung, Fähnchen zum Schützenfest oder auch Segeltücher, als Schutz vor Regen bei der Nacht der langen Tische, angebracht werden können. Dass diese Maßnahmen nicht zum Nulltarif zu haben sind, macht die vorläufige, grobe Kostenschätzung deutlich. Rund 35 000 Euro würden gebraucht, um die Ideen umzusetzen. Ein stattlicher Betrag, welcher vermutlich ausschließlich von den Mitgliedern aufgebracht werden müsste, da bei der haushaltsrechtlichen Situation der Stadt für derartige Ausgaben keine Freiräume bestehen dürften.

Eine denkbare Möglichkeit: Vielleicht können die Vereinsmitglieder, die als Sponsoren auch sonst immer gern dabei sind, mit einem größeren Betrag für die „Erleuchtung“ sorgen. Denn eines wird in der Fußgängerzone derzeit ganz deutlich: Eine wenig attraktive Einkaufsstraße wird ohne Weihnachtsbeleuchtung auf gar keinen Fall ansehnlicher. ▪ jjh

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