Ende einer Symbiose 

Aus für Kunst und Spiritualität: Weltladen zieht um, Galerie Langenohl schließt

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Das Jazz-Trio Black in Green spielte am Sonntag in der Galerie Langenohl.

Meinerzhagen – Künstler und Künstlerinnen, ehemalige Schüler, interessierte Kunstliebhaber und die Enkelkinder – über den Zulauf an Besuchern konnte sich Herbert Langenohl, Künstler und Galerist, zu seiner letzten Ausstellung nicht beschweren. Grund für das Ende der Galerie ist der Umzug des Weltladens.

Mit einem herzlichen Sektempfang, Livemusik und einer Rede wurden die Gäste am Sonntag aus Anlass der Schließung seiner Galerie, Zur Alten Post 9, begrüßt. Grund für die Aufhebung ist der Umzug des Weltladens in die Derschlager Straße. 

Für die Musik sorgte an diesem Vormittag das Jazztrio Black in Green mit Michael Schnippering hinterm Keyboard, Max Yalali am Kontrabass und Fritz Schmid, der abwechselnd die Geige und das Saxofon spielte. Anschließend fand die Vorstellung der Bilder statt, die Langenohl einzeln in seinem Vortrag präsentierte.

Kombination Weltladen und Ausstellung war "etwas Besonderes"

Es ist bereits zwölf Jahre her, als sich Herbert Langenohl seinen Traum erfüllte und eine Kunstgalerie in einem Hinterraum des Weltladens eröffnete. „Die Kombination mit dem Weltladen und der Galerie war immer etwas ganz Besonderes. Ich habe meine Öffnungszeiten nach denen des Weltladens gerichtet, wo ich sogar des Öfteren Aufsicht hatte. Sie bildeten in gewissermaßen eine Symbiose, denn die Leute, die den Weltladen besuchten, kamen anschließend in meine Galerie und umgekehrt.“, berichtet der Kunstliebhaber.

Allerdings diente dieser Raum nicht nur den Malern und Fotografen für ihre Ausstellungen – regelmäßig haben Yoga- und Meditationsseminare, Konzerte und Theateraufführungen dort stattgefunden. Auch die Meinerzhagener Grünen fanden dort den Platz für ihre Fraktionstreffen. „Es ist schade, wenn ein so schöner Raum leer steht. Davon abgesehen hat er eine prima Akustik.“, schwärmt er weiter.

Ungewissheit über die Zukunft der Ausstellungen

Wie es mit den Ausstellungen seiner Werke weiter geht, weiß er noch nicht. „Zur Aufbewahrung habe ich einen Kellerraum angemietet. Dort kann ich meine Bilder natürlich nicht mehr so gut präsentieren wie hier. Aber dass ich mit der Kunst weiter mache, das ist klar.“, bestätigt Herbert Langenohl.

Auch Cornelia Augustin und Anke Posselt, Mitarbeiterinnen des Weltladens, werden die Konstellation mit der Galerie in Zukunft vermissen. „Wir finden, das hat immer wunderbar geklappt. Das ein oder andere Bild werden wir auch im neuen Laden hängen haben. So ganz ohne geht’s nicht.“ Am Samstag, 16. März, lädt Langenohl ab 18 Uhr erneut in seine Galerie.

Pia Löffler

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