DRKler bereiten sich auf den Fall der Fälle vor

In der Gruppenarbeit ging es um Themen wie das Legen von venösen Zugängen und die Intubation, wobei viele Details beachtet werden mussten.

Valbert - Ein volles Haus hatte am Wochenende der DRK-Ortsverein Meinerzhagen-Valbert: Dort trafen sich nicht nur die Rettungshelfer und Sanitäter aus Meinerzhagen zu einer zweitägigen Fortbildung, sondern auch die aus Kierspe, Herscheid und Werdohl.

Von Monika-Marie Finke

Sicherheit für andere Menschen, das ist das, was die Frauen und Männer des Roten Kreuzes gewährleisten wollen: bei Veranstaltungen, bei sozialen Events, bei Unfällen, als Helfer vor Ort. Um diese Sicherheit bieten zu können, ist es unumgänglich, dass sich die Sanitäter und Rettungshelfer zweimal im Jahr fortbilden.

Schwerpunktthemen waren an diesem Wochenende nicht nur die Neuerungen im Rettungsdienst, sondern auch Maßnahmen bei Störungen des Bewusstseins, der Atmung und des Herzkreislaufsystems. „Unsere Prämisse muss sein, jeden Patienten gut zu versorgen“, sagte Jochen Reiffert, der über die verschiedenen medizinischen Aufgaben bei einem MANV (Massenanfall von Verletzten) referierte. „Wenn wir zu einem Einsatz gerufen werden, müssen wir eng mit dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk zusammenarbeiten.“ Und genau dann sei es wichtig, dass alles wie am Schnürchen laufe. Welche Symptome treten auf? Wie erkenne ich diese schnellstmöglich? Welche Schritte muss ich einleiten?

„Die ersten 20 Minuten sind sehr wichtig“, sagte Reiffert. „Jeder Verletzte muss in dieser Zeit von einem Arzt gesichtet werden. Das Suchspiel bei einem MANV heißt: Finde die roten Verletzten! Und das sind die Schwerverletzten mit einer vitalen Bedrohung.“ Die Feststellung der höchsten Priorität bei der Versorgung sei eine enorm wichtige Aufgabe.

Durch die lockere Art des Arztes entwickelte sich rasch ein reges Frage-Antwortspiel, bei dem Reiffert eine Menge von seinen praktischen Erfahrungen an die Teilnehmer weitergab. „Auch wenn ihr das alles schon zig Mal gehört habt: Es ist wichtig, dass sich die medizinischen Abläufe automatisieren und präzise ablaufen“, sagte Joachim Abel, der für die Fortbildung verantwortlich zeichnete. Und bei dieser erfuhren die Teilnehmer auch das Neueste auf dem Gebiet des Rettungsdienstes. Sei es bei der Assistenz bei invasiven Maßnahmen (Intubation und das Legen venöser Zugänge), des wieder eingeführten Abbindens von Körperteilen bei schweren Blutungen mittels eines so genannten MAT-Responders oder der Einführung von „MAD-Verneblern“ für Einwegspritzen, um Medikamente über die Nasenschleimhäute zu geben.

Wissenswertes über das Medizinproduktgesetz gab Markus Schemann preis. Udo Maahs informierte über die Rechtsgrundlagen im Rettungsdienst. „Es gibt auch uns Sicherheit während eines Einsatzes, wenn wir wissen, dass wir kompetent und schnell Hilfe leisten können“, das war die Meinung der Rettungshelfer und Sanitäter am Ende der Fortbildung, die sich über eine Menge an aufgefrischtem und neuem Wissen freuten.

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