Weihnachtsmarkt sorgt für Unstimmigkeiten

Frank Lüttel will den Weihnachtsmarkt nur noch in diesem Jahr organisieren.

MEINERZHAGEN ▪ Der Weihnachtsmarkt sorgt für Unstimmigkeiten.

Nicht amüsiert waren dreizehn Aktivisten von der Arbeitsgemeinschaft Weihnachtsmarkt mit ihrem Sprecher Frank Lüttel beim Zusammentreffen im Gasthaus „Zur Schanze“. Der geballte Unmut zum Vorgehen des Vereins Stadtmarketing in Sachen Weihnachtsmarkt traf dessen Repräsentantin Stefanie Lüken.

Mit Lüttel und den bisherigen Organisatoren habe es die Absprache gegeben, dem Verein diesmal und künftig die Konzeption des Marktes zu überlassen. Dabei seien die Altgedienten von einer Einbindung ihrer Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen ausgegangen.

Bei Lüttel sei eine Anschriftenliste von möglichen Ansprechpartnern und Teilnehmern nebst Telefonverbindungen auf Abruf hinterlegt worden, in Kenntnis und zur Verfügung der neuen Macher.

Nichts, aber auch gar nichts an Informationen oder Anfragen sei von dort gekommen. Daher sei der Eindruck entstanden, es werde wohl ein „Volker Rosin-Konzert“ in der Stadthalle, aber keinen Weihnachtsmarkt geben.

Mit Frank Lüttel, der sich letztmalig für ein solches Engagement „verpflichten“ ließ, habe man nach Alternativen gesucht, um „etwas Eigenes auf die Beine zu stellen“.

Wenn Stefanie Lüken vom Stadtmarketing nun einen fertigen Plan präsentiere, der einen Weihnachtsmarkt am 5. Dezember an der Stadthalle vorsieht – wofür bereits Sponsoring eingeworben wurde – und dazu auch gleich den Plakatentwurf, sei es offensichtlich: „Man hat uns total übergangen, wollte keine Zusammenarbeit und stellt uns nun vor vollendete Tatsachen“, so die Kritik der Teilnehmer.

Lebhafte Diskussion

Es hob eine lebhafte Diskussion an zu „jahrelang aufgestauten Problemen“, wie ungenügende Unterstützung durch die Einzelhändler, deren Interessen eher zum zeitgleichen verkaufsoffenen Sonntag tendierten, oder zur Standortfrage. Da rangierte die Stadthalle im Wortsinn unter „weit abgeschlagen“, und das Votum der Versammelten entfiel auf die favorisierte Fußgängerzone.

Zentral, mit gesteigerter Attraktivität, Angebotsvielfalt und mehr Eigeninitiative der Einzelhändler und Aussteller hinsichtlich Unterstützung und Ausschmückung, soll dort der Weihnachtsmarkt der Arbeitsgemeinschaft am Samstag, 4. Dezember, von 13 bis 20 Uhr, und Sonntag, 5. Dezember, von 11 bis 19 Uhr, durchgeführt werden – mit Darbietungen auf der AOK-Treppe, unter Zeltdach oder an wechselnden Punkten, samt Nikolaus und Kinderkarussell. Eine Tombola ist nicht mehr vorgesehen.

Zwar werde das Highlight des Stadtmarketingvereins als „Konzert für Kinder“ wohl ganze Familien „binden“. Das Lüttel-Team mit Günter Marquass, Werner Scheele, Manfred Sommer und Hans-Georg Sonnabend will sein Konzept so attraktiv wie möglich ausgestalten. In Zusammenarbeit statt einseitiger Planungshoheit sollte künftig der Weihnachtsmarkt konzipiert werden, mahnten die bisherigen Verantwortlichen an. Frank Lüttel will kurzfristig de n Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins, Bernd Martin Leonidas kontaktieren, damit als erster Schritt in diese Richtung wenigstens ein gemeinsames Plakat realisiert werden kann. ▪ -fe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare