Ausgediente Bäume erbringen 10.008 Euro

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Mitglieder der Jugendfeuerwehr Meinerzhagen sammelten am Samstag die ausgedienten Weihnachtsbäume ein und halfen anschließend auch beim Aufladen auf die Transportfahrzeuge.

Meinerzhagen - Der starke Schneefall am Freitag und in der Nacht zum Samstag erschwerte die diesjährige Weihnachtsbaumsammlung, bei der wieder zahlreiche freiwillige Helfer im Dienste einer guten Sache im Stadtgebiet unterwegs waren.

Dennoch konnte sich das Ergebnis sehen lassen. 10.008 Euro und 25 Cent spendeten die Meinerzhagener Bürger im Rahmen der Aktion für die Arbeit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in Brasilien.

Das Land Brasilien hat mit jährlich mehr als 30.000 Neuerkrankungen nach Indien die zweitgrößte Leprarate der Welt. Die Krankheit, die jährlich immer noch bei rund 200.000 Menschen diagnostiziert wird, ist heute zwar heilbar, aber noch längst nicht verschwunden. Rund vier Millionen Menschen leben weltweit mit einer durch diese Erkrankung verursachten Behinderung, was auch heute noch für die Betroffenen Diskriminierung und Ausgrenzung bedeutet. Durch den Einsatz der DAHW konnte die Standardtherapie vorangetrieben werden. Es wurde sichergestellt, dass Erkrankte Zugang zu Diagnose und Therapie bekommen. Betroffene und ihre Familien werden medizinisch behandelt und dabei unterstützt, für sich selbst zu sorgen. Die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals wird gefördert, Aufklärung vorangetrieben und Vorurteile bekämpft.

20 Transportfahrzeuge, die wieder einmal dankenswerterweise von heimischen Unternehmen und Landwirten für die Aktion zur Verfügung gestellt worden waren, waren am Samstag auf den Straßen unterwegs. Mitglieder der Jugendfeuerwehr sammelten die ausgedienten Weihnachtsbäume ein und halfen beim Aufladen. Auch der Platz der Erdaushubdeponie in Schwenke war tief verschneit, und erst als der Winterdienst Fahrspuren freigeschoben hatte, konnten ihn die Lastwagen ungehindert befahren.

Allerdings hatten die Mitglieder der Löschgruppe Willertshagen dann einige Schwierigkeiten, ein Feuer in Gang zu bringen, denn mit jedem schneebedeckten Baum landeten auch einige Liter Wasser in den Flammen, so dass schon überlegt wurde, das Verbrennen der einstigen Schmuckstücke auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Doch schließlich siegte das feurige Element und nach und nach gingen alle Bäume in Flammen auf.

Den Imbiss, der in der nahegelegenen Lagerhalle der Stadtwerke anschließend serviert wurde, hatten sich die rund 180 freiwilligen Helfer, die diesmal im Einsatz waren, redlich verdient. Heiße Bockwürstchen wurden vom Organisationsteam angeboten, und auch auf die Erbsensuppe des Deutschen Roten Kreuzes mussten die Freiwilligen nicht verzichten. „Unser Dank gilt hier vor allem Ulrich Falz, der im Vorfeld dafür gesorgt hatte, dass die defekte Gulaschkanone des DRK wieder repariert wurde, so dass sich die Freiwilligen auch diesmal wieder mit einer deftigen heißen Suppe aufwärmen konnten“, sagte Thomas Arens vom Organisationsteam, das sich vom guten Ergebnis dieser 42. Weihnachtsbaumsammlung hoch erfreut zeigte.

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