Insgesamt mehr als eine Million Euro für guten Zweck

Eine ordentlichen Portion Erbsensuppe hielt die Ortsgruppe des DRK für die freiwilligen Helfer und Besucher bereit. Außerdem gab´s heiße Würstchen und Getränke.

Meinerzhagen - 9360 Euro (180 Euro weniger als im Jahr zuvor) kamen bei der 41. Weihnachtsbaum- und Spendensammelaktion der rührigen Meinerzhagener Aktionsgruppe zusammen, die sich seit nunmehr 40 Jahren in den Dienst einer guten Sache stellt und im Laufe der Jahre mehr als eine Million Euro erwirtschaften konnte.

Der ansehnliche Betrag kam nicht nur bei der Entsorgung der ausgedienten Weihnachtbäume, sondern bis 2007 auch bei Basaren und anderen Aktivitäten zusammen. Anfänglich wurden die Spendengelder vor allem für die Arbeit in der indischen Leprastation Pullambady zur Verfügung gestellt. Heute werden damit über die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) an Lepra erkrankte Menschen in Brasilien unterstützt, denn das Land hat mit jährlich mehr als 30 000 Neuerkrankungen nach Indien die zweitgrößte Leprarate der Welt.

Die Krankheit, die jährlich immer noch bei rund 200 000 Menschen diagnostiziert wird, ist heute zwar heilbar, aber noch längst nicht verschwunden. Rund vier Millionen Menschen leben weltweit mit einer durch diese Erkrankung verursachten Behinderung, was auch heute noch für die Betroffenen Diskriminierung und Ausgrenzung bedeutet. Durch den Einsatz der DAHW konnte die Standardtherapie vorangetrieben werden. Es wurde sichergestellt, dass Erkrankte Zugang zu Diagnose und Therapie bekommen. Betroffene und ihre Familien werden medizinisch behandelt und dabei unterstützt, für sich selbst zu sorgen. Die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals wird gefördert, Aufklärung vorangetrieben und Vorurteile bekämpft.

Die Organisatoren der Weihnachtsbaumsammelaktion zeigten sich am Samstag sehr zufrieden mit dem Ergebnis, und ihr Dank gilt allen Spendern und den rund 200 freiwilligen Helfern für ihre tatkräftige Unterstützung. 22 Fahrzeuge wurden von heimischen Geschäftsleuten und Landwirten für die Aktion zur Verfügung gestellt. Die Jugendfeuerwehr half wieder beim Aufladen der Weihnachtsbäume, die anschließend vom Löschzug Willertshagen auf dem Platz der Erdaushubdeponie in Schwenke verbrannt wurden.

Zur Stärkung der freiwilligen Helfer gab’s in der nahegelegenen Lagerhalle der Stadtwerke Getränke und heiße Bockwürstchen. Außerdem hatte die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes wieder eine deftige Erbsensuppe vorbereitet, von der sich Besucher auch gern eine Portion mit nach Hause nahmen.

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