„Reste vom Fest“ bringen 9524 Euro ein

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Die Löschgruppe Willertshagen hatte beim Verbrennen der Bäume alle Hände voll zu tun.

Meinerzhagen - Im Dienst der guten Sache sammelten am Samstag rund 200 freiwillige Helfer die ausgedienten und am Straßenrand liegenden Weihnachtsbäume ein. Mit dem dabei gesammelten Geld wird die Leprahilfe in Brasilien unterstützt.

Von Monika Salzmann

Mit 22 Fahrzeugen war der Helferstab um Thomas Arens, der einmal mehr federführend mit der Organisation der Sammelaktion im Namen der Aktionsgruppe des Deutschen Aussätzigen Hilfswerks (DAHW) betraut war, im Stadtgebiet unterwegs, um die Bäume zu entsorgen und zugleich um eine Spende für die Arbeit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe zu bitten.

9524 Euro – 120 Euro mehr als im vergangenen Jahr – kamen auf diese Weise zusammen. Bestimmt ist das Geld für die Leprahilfe in Brasilien, die von Manfred Göbel organisiert wird. Als Repräsentant des Hilfswerks kämpft der Eichstätter Entwicklungshelfer und Krankenpfleger seit 1979 unermüdlich gegen die tückische Krankheit. Durch Aufklärungsprogramme, Ausbildung von Gesundheitspersonal und andere Aktionen konnte er das Leid unzähliger Patienten lindern.

Bereits zum 40. Mal ging die Sammelaktion, die mit dem Verbrennen der Bäume auf der Erdaushubdeponie im Industriegebiet Schwenke unter den wachsamen Augen der Feuerwehr und einer herzhaften Mahlzeit in großer Runde endete, über die Bühne. Die schmackhafte Erbsensuppe, die es am Ende für jeden Helfer gab, servierte das DRK in der nahe gelegenen Lagerhalle der Stadtwerke. „Wir haben 250 Portionen gekocht“, so Udo Maahs, der die Sammelaktion von Anfang an begleitet. „140 Liter.“

Auch unter den Helfern, die am frühen Morgen vom Platzn an der Stadthalle mit Lastwagen, Traktoren und Anhängern von heimischen Unternehmern und Landwirten in alle Himmelsrichtungen ausschwärmten, waren noch einige „Aktivisten“ der ersten Stunde anzutreffen. Nach diesen „Urgesteinen“ gefragt, fielen Thomas Arens spontan die Namen von Hans Tschismar, Edi Kayser, Kurt Arens, Klaus Reimann, Bernhard und Christa Kaufmann sowie Karl-Friedrich Nienhaus ein.

Sammlung ist ein gemütliches Event geworden

Damals war es sein Vater Willi Arens, der die erste Sammelaktion auf den Weg brachte – für die Leprahilfe in Indien. Ursula Müller und Joachim Piel, seit 40 Jahren im Orga-Team, erinnern sich: „Wir haben auf dem Schützenplatz unter freiem Himmel angefangen, ohne Bewirtung.“ Heute ist das gemütliche Miteinander bei einem Teller Suppe und einem belebenden Getränk für viele ein unverzichtbarer Teil der Aktion, wie Thomas Arens weiß. „Es gibt Gruppen, die schon lange dabei sind. Da brauche ich nur einen anrufen – die freuen sich richtig darauf.“

Vom kurzfristigen Ausfall eines Lastwagens abgesehen, lief die Sammelaktion reibungslos ab. Jeder wusste, was zu tun war. Alle arbeiteten Hand in Hand – zügig, geschickt und gut gelaunt. Ob jung oder alt, ob Handwerker oder Ingenieur.

Im Stadtgebiet und in den Randgebieten waren die Ehrenamtlichen unterwegs. Die einen sammelten die Bäume ein, die anderen gingen mit der Spendenbüchse von Haus zu Haus. Dank Thomas Arens und Mitorganisator Michael Schröder lief alles wie am Schnürchen. Grund zur Sorge bereiteten lediglich die Unwetterwarnungen. Zwar blies den Helfern ein kräftiger Wind ins Gesicht. Ganz so schlimm wie befürchtet, kam es am Ende jedoch nicht. Als es zu regnen begann, war das Gros der Arbeit bereits getan. Den Rest „erledigten“ die Flammen.

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