Ein Weihnachtsbaum für die Jesus-Christus-Kirche

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Baumstifter Wolfgang Nies (rechts) mit den Baupaten Ulrich Bierhoff und Hermann Wülfrath. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ein gut gewachsener, wunderschön geschmückter Weihnachtsbaum wird bei den Gottesdiensten an Heiligabend und noch bis ins neue Jahr die Besucher in der Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche erfreuen. Wie aber ist dieser große Christbaum in die Kirche gekommen? Wo ist er gewachsen? Wer waren die fleißigen Helfer, die für diesen traditionellen Weihnachtsschmuck gesorgt haben?

Ein Hinweis in der „Gemeindestimme“, dem Informationsblatt der Evangelischen Kirchengemeinde, hatte uns neugierig gemacht und führte dann auf die Spur des „Weihnachtsbaum-Kommandos“ aus den Reihen der Gemeinde.

Ulrich Bierhoff und Hermann Wülfrath engagieren sich ehrenamtlich als sogenannte Baupaten für alles, was rund um die Kirche an kleineren handwerklichen und pflegerischen Maßnahmen zu erledigen ist und auch aus Kostengründen nicht gegen Rechnung von kommerziellen Dienstleistern erledigt werden soll. Auch das Beschaffen des Christbaums gehört zu den Aufgaben der beiden Ehrenamtler.

In früheren Jahren bot der Kirchenwald bei Gräfingsholz immer passende Bäume. Mittlerweile jedoch sind die Fichten so groß und dicht gewachsen, dass man auf diese eigene Quelle nun nicht mehr zurück greifen konnte. Vielleicht konnte ja jemand aus der Gemeinde helfen, dachte sich Ulrich Bierhoff und platzierte einen Aufruf im Gemeindeblatt: „Gesucht wird ein Weihnachtsbaum!“ Bei wem steht ein schöner Baum im Vorgarten und könnte, weil vielleicht mittlerweile zu groß und damit störend geworden, für den guten Zweck gefällt werden?

Tatsächlich kamen einige Offerten. Das freundliche Angebot von Familie Wolfgang Nies wurde, weil die Inaugenscheinnahme auf dem Gartengrundstück an der Lortzingstraße sozusagen den „perfekten Weihnachtsbaum“ versprach, dankend angenommen. Ausgerüstet mit Kettensäge und Axt machen sich am Mittwoch Bierhoff und Wülfrath ans Werk, unterstützt vom Baukirchmeister der Gemeinde, Christof Sönchen und dessen mit Kran ausgestattetem Transporter. Fast sechs Meter hoch, entsprechend schwer, erleichterte dieses Equipment den Transport zur Kirche und das passgenau Hineinbugsieren der Fichte durchs Eingangsportal. Dann noch einmal Muskeleinsatz – und die erste Etappe war geschafft. Am Donnerstag beteiligten sich fleißige und kreative Helfer am Schmücken – was übrigens weitgehend noch am flach liegenden Baum erfolgte. Erst danach, jetzt behängt und als Christbaum mit Lichtern versehen, erfolgte unter Einsatz eines Flaschenzugs das Auf- und Ausrichten des Baums im Altarraum.

Nach rund 20 Jahren endet nun das Leben dieser schönen sauerländischen Fichte im hellen Glanz, der viele Menschen erfreuen wird. ▪ -fe

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