Weihnachtsbäume für den guten Zweck gesammelt

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Tatkräftig unterstützt wurden die Organisatoren erneut von der Freiwilligen Feuerwehr Willertshagen, die die Verbrennung der Bäume übernahm, und der Jugendfeuerwehr, die beim Einsammeln half.

MEINERZHAGEN ▪ Brennen für einen guten Zweck mussten am Samstag unzählige ausgediente Weihnachtsbäume auf der Deponie Schwenke. „Brennen“ für eben diese gute Sache müssen wohl auch die Mitglieder der Aktionsgruppe Meinerzhagen des DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe.

Denn sie setzen sich seit über 35 Jahren mit viel Fantasie und Engagement vor allem für die Leprastation ihres Partnerschaftsprojektes Pullambady in Indien ein und organisierten einmal mehr auch diese Sammelaktion. Dabei wurden sie wieder tatkräftig von der Freiwilligen Feuerwehr Willertshagen und der Jugendfeuerwehr unterstützt.

Rund 150 freiwillige Helfer waren beim Einsammeln und Verbrennen der Bäume im Einsatz. 16 heimische Firmen stellten kostenlos (manchmal mehrere) Fahrzeuge zur Verfügung. Das Deutsche Rote Kreuz wartete zur Stärkung von Helfern oder Zuschauern mit einer deftigen Erbsensuppe auf. Außerdem gab‘s Bockwürstchen und Getränke. Die Stadtwerke Meinerzhagen hatten dafür ihre Halle in der Nähe der Deponie zur Verfügung gestellt.

750 000 Euro von rund 1,5 Millionen Euro, mit denen die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe die Station in Pullambady in den vergangenen 35 Jahren unterstützte, kamen aus Meinerzhagen. Die Weihnachtsbaumsammlung am Samstag brachte 9361,63 Euro. Ein Ergebnis, mit dem Thomas Arens von Aktionsgruppe sehr zufrieden ist.

Und die Arbeit geht weiter. Denn Lepra ist zwar heilbar geworden, aber nicht verschwunden. Jedes Jahr wird sie immer noch bei mehr als 200 000 Menschen diagnostiziert. Rund vier Millionen Menschen leben weltweit mit einer durch diese Erkrankung verursachten Behinderung, was auch heute noch für die Betroffenen Diskriminierung und Ausgrenzung bedeutet. Durch den Einsatz der DAHW konnte die heute gültige Standardtherapie vorangetrieben werden. Es wurde sichergestellt, dass Erkrankte Zugang zu Diagnose und Therapie bekommen. Betroffene und ihre Familien werden dabei unterstützt, für sich selbst zu sorgen. Die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals wird gefördert, Aufklärung vorangetrieben, Vorurteile bekämpft. Um diese erfolgreiche Arbeit fortführen zu können, bittet der Verein anlässlich des Welt-Lepra-Tages, der in diesem Jahr auf den 30. Januar fällt, um weitere Unterstützung – mit Aktionen, mit Spenden. Entweder direkt auf das Spendenkonto 9696 der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe bei der Sparkasse Mainfranken (BLZ 790 500 00) oder auf das Konto 36 400 der Meinerzhagener Aktionsgruppe bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen (BLZ) 458 516 65. ▪ luka

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