Leckere Weihnachten im Langemann-Haus  

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Marita Dreisbach und Monika Besner besprechen mit Küchenleiterin Manuela Reinders (von links) die Einzelheiten der weihnachtlichen Festtags-Menüs.

Meinerzhagen - Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu. Und Weihnachten wird natürlich gefeiert – auch ganz weltlich. Die Familie versammelt sich um den  -eihnachtsbaum, Geschenke werden verteilt, es gibt meist mehrere Festessen, verteilt über drei Tage.

Auch im Langemann-Haus wird Leckeres aufgetischt, allerdings müssen die Mitarbeiterinnen des Seniorenheimes an der Mühlenbergstraße dabei einiges beachten. Zum Beispiel das: „Früher gab es an Tagen wie diesen auch Gerichte wie Gänsekeulen oder andere deftige Speisen. Das ist aber inzwischen undenkbar“, erläutert die Einrichtungsleiterin Monika Besner. 

Den Grund für die Umstellung des Menüs auf leichtere Kost nennt Marita Dreisbach. Sie ist im Langemann-Haus Betriebsleiterin von Perthes-Service und damit auch zuständig für den Bereich „Verpflegung“: „Unsere Bewohner haben heute weniger Kraft und Kompetenzen als früher. Das wirkt sich auch auf das Essen aus. Eine Gänsekeule wäre deshalb für ganz viele ältere und kranke Menschen kaum zu verarbeiten. Außerdem wünscht sich die Mehrheit leichtere Gerichte.“ Schon bei den drei festlichen Adventsessen, zu denen auch Angehörige der Bewohner eingeladen waren, gab es am 4., 6. und 11. Dezember deshalb zum Beispiel leicht verdauliches Hühnerfrikassee mit Reis und Möhrchen. Die Bilanz nach diesem Essen ist für das Team des Langemann-Hauses ermutigend: „Der Rücklauf auf den Tellern war sehr gering. Es herrschte eine wirklich zufriedene Stimmung.“

Im Langemann-Haus wurde auf den Trend zu leichter Küche also reagiert. Auch Fisch steht daher hoch im Kurs. Monika Besner erläutert: „Wir versuchen, Weihnachten ganz traditionell zu sein und unseren Bewohnern etwas Ähnliches zu bieten, was sie von früher noch kennen.“ Und so ergab sich das Menü für Heiligabend ganz von selbst: An einem Büfett, das in den Wohnstuben auf den Stationen aufgebaut wird, gab es – natürlich – den obligatorischen Kartoffelsalat. Und eben Fisch. Wer mochte, konnte sich auch an kleinen Frikadellen und/oder Würstchen bedienen. Das alles wurde für bettlägerige oder andere wenig mobile Bewohner auch im Zimmer serviert. „Und Menschen mit Schluckbeschwerden bekamen dasselbe – allerdings püriert“, erläutert Marita Dreisbach. 

Und was steht am ersten und zweiten Weihnachtstag auf dem Speiseplan? Auch bei der Beantwortung dieser Frage durften die Bewohner mitwirken. Marita Dreisbach erläutert, was unter Einbeziehung des Heimbeirates beschlossen wurde: „Am 25. Dezember bieten wir eine Vorsuppe an, dann Rouladen nach Hausfrauen-Art mit Rosenkohl. Dazu gibt es Kartoffeln. Das Rouladenfleisch hat kurze Fasern, es wird mürbe gebraten und ist leicht zu kauen. Ausweichgericht ist an diesem Tag Lachsfilet. Zum Nachtisch gibt es ein Rotwein-Mousse.“

Auch das Hauptgericht des zweiten Weihnachtstages werden viele Senioren noch aus früheren Zeiten kennen, in denen sie es selbst zubereitet haben: Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffeln. Vorher gibt es wieder Suppe, nachher eine Zitronencreme. „Auch dieses Fleisch ist mürbe und wir schneiden extra dünne Scheiben. Dann ist es besser zu kauen“, hat Marita Dreisbach überlegt. Dazu werden auf Wunsch passende Getränke serviert: „Auch Wein oder Bier“, erläutert Monika Besner. 

Wichtig sind für die Bewohner des Langemann-Hauses natürlich die Angehörigen – gerade zu Weihnachten. Wenn die sich anmelden, können Kinder oder Enkel deshalb an den Mahlzeiten teilnehmen. Für festliche Stimmung ist jedenfalls gesorgt: „Neben dem großen Christbaum vor dem Haupteingang wird ein zweiter Baum am Montag im großen Saal aufgestellt. „Den schmücken dann alle gemeinsam, nach eigenen Vorstellungen", erläutert Monika Besner.

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