Weihnachten gesund genießen: Das ist zu beachten

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Auch Dr. Holger Reimann freut sich auf Weihnachten. Er gibt ein paar Tipps, die helfen können, gesundheitliche Probleme während der Festtage zu vermeiden.

Meinerzhagen - Werden Weihnachten mehr Menschen krank als an normalen Tagen? Darüber gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Fettes und (zu) reichliches Essen, Stress in der Familie, erhöhter Alkoholkonsum – all das kann den Körper belasten.

Dr. Holger Reimann winkt allerdings ab. Er hält das Risiko für überschaubar, wenn einige Regeln beachtet werden.

Allzu viel ist ungesund. Dieses Motto kann der heimische Arzt nur unterstreichen. „Grundsätzlich ist gesunden Menschen alles erlaubt, allerdings in Maßen“, gibt er auch den Volmestädtern für die bevorstehenden Feiertage mit auf den Weg. 

Hände weg von Gänsebraten, Kartoffelklößen, Kuchen, Torten, Käsefondue, Schnaps und Bier? „Das alles ist grundsätzlich in Ordnung. Statt weniger großer Portionen sollten allerdings lieber und öfter kleinere Mengen gegessen werden. Und die Abwechslung spielt auch eine Rolle. Obst und Gemüse gehören idealerweise auch auf den Tisch“, rät Dr. Reimann. 

Und dann gibt es auch noch einige Ausnahmen, die mit Vorerkrankungen zu tun haben: „Diabetiker beispielsweise müssen natürlich auf ihren Zuckerkonsum achten. Für Menschen mit Magen-Darm- oder Gallenproblemen empfiehlt es sich außerdem, nicht zu fett zu essen“, gibt der heimische Arzt einige Verhaltensregeln vor. Schadet der berühmte Verdauungsschnaps nach dem Gänsebraten mehr, als er nutzt? In diesem Punkt schreibt Dr. Reimann weniger dem Alkohol, als vielmehr den möglichen Inhaltsstoffen – beispielsweise in einem Kräuterschnaps – eine durchaus positive Wirkung zu. Doch auch dabei rät Dr. Reimann eher zur Vorsicht. Und das gilt für alle Formen von Alkohol. „In Maßen genossen für gesunde Menschen kein Problem, zu viel schadet nur“, sagt der Arzt, der noch einen weiteren Punkt aufzählt, der möglicherweise Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte: „Scharf gewürzte Gerichte können Magen-Darm-Probleme verursachen.“ 

Die Familie trifft sich unter dem Weihnachtsbaum. In den allermeisten Fällen sind diese zwischenmenschlichen Begegnungen von Harmonie geprägt. Doch es kann auch Stress geben. Der wiederum führt manchmal zu einem erhöhten Blutdruck. „Das kann bis zu einem Herzinfarkt führen, verursacht durch Aufregung“, warnt Dr. Reimann, der hinzufügt: „Auch übermäßiges Essen bedeutet Stress für den Körper.“ 

Abschalten, Spaziergänge und Entspannung, dazu rät der Arzt in diesem Zusammenhang. Doch eine Warnung folgt auf dem Fuße: „Sportlich sollte man es an Weihnachten auch nicht übertreiben und gleich zehn Kilometer joggen. Das gilt auch für die Zeit nach den Mahlzeiten. Dann ist der Körper nämlich mit der Verdauung beschäftigt.“ 

Ein weiterer Tipp des Mediziners ist relativ leicht zu befolgen: „Weihnachten nimmt man sich in den Arm, schüttelt Hände. Wenn einer der Beteiligten jedoch mit einem Virus infiziert ist, sollte man das tunlichst lassen, um sich nicht selbst anzustecken. Hände regelmäßig desinfizieren und die Umarmung unterlassen, sind dann die Gebote“, weiß Dr. Reimann. Genießen ohne Reue – das ist möglich, auch ohne auf das Festmenü zu verzichten. Die Ratschläge von Dr. Reimann können dabei helfen.

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