Weihbischof Zimmermann auf „Zukunfts-Kurs“

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Bürgermeister Jan Nesselrath (links) empfing am Mittwoch in seinem Büro im Rathaus Weihbischof Wilhelm Zimmermann (Mitte) und Pfarrer Thorsten Rehberg.

Meinerzhagen/Kierspe - Gespräche über Gegenwart und Zukunft. Auf einen kurzen Nenner gebracht war es das, was Weihbischof Wilhelm Zimmermann in den vergangenen Tagen nach Meinerzhagen führte.

Der katholische Geistliche hatte sich die Großpfarrei St. Maria Immaculata mit den Bezirken Meinerzhagen, Valbert, Kierspe und Rönsahl für eine Visitation ausgesucht.

Der Austausch mit der Kirchen-Basis stand im Vordergrund, oder wie der Weihbischof am Mittwoch beim Bürgermeister-Besuch im Rathaus formulierte: „Wir müssen, können und dürfen bei den Prozessen vor Ort begleitend dabei sein.“ Geistliches Leben vor Ort, Finanzen und auch die personelle Situation in der Pfarrei wurden angesprochen, unter anderem mit Pfarrer Thorsten Rehberg und Pastor Gregor Myrda und dem Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. 

Auf konkrete Fragen wurden allerdings noch keine Antworten gegeben – auch auf diese nicht: „Wird es in Valbert nach dem Abschied von Pastor Ludwig Opahle wieder einen katholischen Seelsorger geben? „Das ist im Moment keine Geldfrage. Es fehlt zurzeit einfach am Personal, auch an Priesternachwuchs. Wenn wir die Möglichkeit haben, wird dort allerdings wieder jemand hinkommen. Keine Frage, Ludwig Opahle hinterlässt eine Lücke“, erläuterte Wilhelm Zimmermann. Thorsten Rehberg ergänzte: „Anstellungen werden auch nicht für einzelne Orte vorgenommen, sondern immer für die Gesamtgemeinde.“ 

Wie schwierig die personelle Wiederbsetzung offener Stellen momentan ist, verdeutliche Pfarrer Rehberg anschließend. So sei beispielsweise die Stelle einer Gemeindereferentin offen. „Aber niemand bewirbt sich“, berichtete er.

Wird es in Zukunft noch zwei katholische Kirchen in Meinerzhagen geben? „Das Bistum greift hier nicht vor“, hielt sich der Weihbischof zurück. Thorsten Rehberg erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es aber bereits ein Vorvotum gebe, dass die Zukunft mit St. Marien geplant werde. Auch hier müsse man aber konkrete Beschlüsse des Pfarrgemeinderates abwarten.

Seit drei Jahren ist Wilhelm Zimmermann bereits Weihbischof im Bistum Essen. „Interreligiöser Dialog“ und hier auch die Ökumene sind seine großen Anliegen. Und so fand in Meinerzhagen auch ein Treffen mit den evangelischen Pastoren und Geistlichen der Freien evangelischen Gemeinden aus den beiden Volmestädten statt. Auch katholische Kindertagesstätten besuchte der Weihbischof – und er äußerte sich begeistert: „Die Kitas sind in sehr gutem Zustand, das ist nicht überall so. Ich habe bei Mitarbeiterinnen und Kindern eine sehr gute Ausstrahlung gespürt. Es war richtig schön.“

Bei der Visitation sei es auch nicht um die Überprüfung der Rechtgläubigkeit in den Volmestädten gegangen, erläuterte der Weihbischof lächelnd. Vielmehr stehe die kirchliche Entwicklung im Vordergrund. Wilhelm Zimmermann: „Die Ausrichtungen ändern sich. Und vor Ort mache ich mir ein Bild darüber.“

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