Andreas Schmutzler jetzt Wachleiter

Neuer Polizeichef in Meinerzhagen

Symbolische Schlüsselübergabe vor der Meinerzhagener Wache: Jörg Meier (links) geht, Andreas Schmutzler (rechts) wird neuer Wachleiter. Zum Wechsel an der Spitze der heimischen Polizei kamen auch Polizeidirektor Thomas Eckern (2. von links) und Kriminaloberkommissar und Polizeirat-Bewerber Andre Linscheidt (2. von rechts).
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Symbolische Schlüsselübergabe vor der Meinerzhagener Wache: Jörg Meier (links) geht, Andreas Schmutzler (rechts) wird neuer Wachleiter. Zum Wechsel an der Spitze der heimischen Polizei kamen auch Polizeidirektor Thomas Eckern (2. von links) und Kriminaloberkommissar und Polizeirat-Bewerber Andre Linscheidt (2. von rechts).

Wechsel an der Spitze der Polizei in Meinerzhagen und Kierspe: Jörg Meier geht, Andreas Schmutzler kommt – er ist bereits im Dienst.

Meinerzhagen/Kierspe – Der 57 Jahre alte Polizeihauptkommissar ist nun Chef der Wache an der Oststraße und damit für die beiden Städte oben an der Volme zuständig. Die „Rückkehr zu seinen Wurzeln“ freut den Hauptkommissar sehr: „Das ist für mich, als Schutzmann mit Leib und Seele, wie nach Hause zu kommen.“

Ein „echter“ Volmetaler

Mit Andreas Schmutzler wird künftig ein „echter“ Volmetaler Verantwortung übernehmen, denn er wurde in Kierspe geboren und wuchs in Meinerzhagen auf. Vom Kindergarten über die Grundschule Auf der Wahr bis zum Evangelischen Gymnasium auf dem Bamberg besuchte Andreas Schmutzler in seiner Kindheit und Jugend ausschließlich Meinerzhagener Einrichtungen.

1983 verließ er die Volmestadt vorübergehend, um eine Ausbildung bei der Polizei zu beginnen. In Köln war er bis 1988 im Streifendienst tätig, anschließend absolvierte er ein Studium an der Kölner Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, das er als Diplom-Verwaltungswirt abschloss. Im gehobenen Dienst arbeitete der neue Wachleiter dann für die Kriminalpolizei – zunächst in Köln, anschließend für verschiedene Dienststellen im Märkischen Kreis.

Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes

Stellvertretender Kommissariatsleiter, Kommissariatsleiter und schließlich der Wechsel von der Kripo zur uniformierten Polizei – das waren weitere Stationen im beruflichen Werdegang des heimischen Beamten. Bevor er die Wachleitung in Meinerzhagen übernahm, war Lüdenscheid Dienstort von Andreas Schmutzler. In der Bergstadt hatte er von 2018 bis vor wenigen Tagen die Leitung des Bezirks- und Schwerpunktdienstes inne – zuständig war er unter anderem für die Bereiche Kradfahrer, Diensthunde und Bezirksdienst-Beamte.

Und welche Schwerpunkte will der 57-Jährige nun in Meinerzhagen setzen? „Das Thema Geschwindigkeitsüberwachung steht oben auf unserer Liste, ebenso wie der Vandalismus an verschiedenen Orten im Stadtgebiet. Dabei sind wir natürlich auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Andreas Schmutzler. Er stellt außerdem fest, dass in Meinerzhagen und Kierspe in der Vergangenheit erfolgreich gearbeitet wurde, was auch Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung habe: „Die Zahl der Einbrüche beispielsweise ist deutlich zurückgegangen“, stellt der Wachleiter fest.

Optimale Zusammenarbeit

Grundsätzlich freut sich Andreas Schmutzler, „dass ich in Meinerzhagen ein hoch motiviertes Team vorfinde und die Zusammenarbeit wirklich optimal ist“.

Natürlich stelle die Corona-Pandemie für alle Beamten eine große Herausforderung dar: „Der Ton wird rauer, der Respekt vor der Polizei ist teilweise verloren gegangen“, hat Andreas Schmutzler festgestellt. Froh sei er in diesen Zeiten, dass die Bürger verstärkt die kontaktarmen Kommunikationswege mit ihrer Polizei nutzen würden, beispielsweise bei den Online-Anzeigen.

Welche Möglichkeiten seine Heimatstadt Meinerzhagen ihm in seiner Freizeit bietet, weiß der neue Wachleiter als „Einheimischer“ natürlich ganz genau: Sport, Motorrad- und Fahrradfahren sind die liebsten Beschäftigungen von Andreas Schmutzler. „Grundsätzlich mag ich alles, was Räder hat“, lacht der 57-Jährige, der verheiratet ist und drei Söhne hat. „Der Älteste ist ebenfalls bei der Polizei – als Kradfahrer –, der Mittlere arbeitet bei der Volksbank in Südwestfalen und der Jüngste studiert Lehramt“, erläutert der Hauptkommissar, der bis zum Jahr 2020 auch dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen angehörte.

Wunsch-Revier übernommen

Daraus, dass er den ländlichen Raum der Großstadt vorzieht, macht Andreas Schmutzler kein Geheimnis. Meinerzhagen und Kierspe bieten da optimale Möglichkeiten für ihn. Privat und beruflich sind die beiden Volmestädte das Wunsch-Revier für den Neuen, für den die Region Volme aber alles andere als neu ist.

Zur „Stabübergabe“ in der Leitungsposition der Meinerzhagener Wache waren jetzt von der Iserlohner Kreispolizeibehörde Polizeidirektor Thomas Eckern und Kriminaloberkommissar und Polizeirat-Bewerber Andre Linscheid gekommen. Und auch Andreas Schmutzlers Vorgänger Jörg Meier ließ es sich nicht nehmen, seinem Nachfolger Unterstützung zuzusichern und ihm beste Wünsche mit auf den Weg zu geben. Meier selbst wird künftig in leitender Funktion in der Iserlohner Polizeibehörde arbeiten.

Wachleiter von großer Bedeutung

Eckern betonte, dass gerade in einer so großen Flächenbehörde wie im Märkischen Kreis die Positionen der Wachleiter enorm wichtig seien. Schmutzler bezeichnete er als seinen Wunschkandidaten für diese Stelle. Er freue sich sehr, mit ihm einen Beamten aus der Region gefunden zu haben, der mit den Städten Meinerzhagen und Kierspe und mit dem Märkischen Kreis sehr verbunden sei, fügte der Polizeidirektor hinzu.

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