Wasservögel leiden auf dem Listersee großen Hunger

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Auch diese beiden Enten finden durch die Wetterlage bedingt nur schwerlich Futter. ▪

LISTERTALSPERRE ▪ Der strenge Winter hält schon eine geraume Zeit an. Das Wasser der Listertalsperre friert immer weiter zu. Die Ufer bieten, da der Wasserspiegel in der kalten Jahreszeit abgesenkt wird mit gleichzeitigem Überfrieren der frei werdenden Flächen, keine ausreichende Nahrung für die vielen Hundert Wasservögel.

Es wäre kaum vorstellbar, dass im kommenden Sommer keine Enten, Schwäne, Haubentaucher oder Gänse auf der Listertalsperre wären, weil sie nicht überwintern konnten. Auch in diesem Winter haben sich der Tierschutzverein Meinerzhagen, Pia Sperber und Carola Ulfert, Elisabeth Bach (Tel. 0 23 58 / 79 07 01), Brigitte Schulte (Tel. 0 23 58 / 79 03 07) und Fred Oehm (Tel. 0 23 58 / 4 49) bereit erklärt, Futterspenden entgegen zu nehmen.

Tierschützer haben bereits damit begonnen altes trockenes Brot auszulegen. „Das nützt bei den winterlichen Temperaturen nicht viel, weil Wasservögel keine Zähne zum Abbeißen haben“, wie Fred Oehm erklärt. Es sollte auch, wie in den vergangenen Jahren Körnermischfutter ausgelegt werden. Elisabeth Bach und Brigitte Schulte kennen die Futterplätze und legen in angemessener Form, wie in den vergangenen Jahren, Körnerfutter aus.

Der Tierschutzverein Meinerzhagen/Kierspe erstellt auf Anfrage Spendenbelege für die zuständigen Finanzämter aus. Im vergangenen Winter wurden etwa 15 Zentner Körnerfutter, zu beziehen in Baumärkten oder Landwirtschaftlichen Genossenschaften verfüttert. Ein Sack mit 25 Kilogramm kostet etwa acht bis zehn Euro. Wer Probleme mit der Futterbeschaffung habe, könne eine zweckgebundene Geldspende beim Tierschutzverein Meinerzhagen/Kierspe (Mobiltelefon 0151 18 14 23 03) oder bei Ortsvorsteher Fred Oehm vornehmen.

Die Wettervorhersagen sprechen von länger anhaltenden Frostperioden und Schneefällen. Ein Aufschieben der Winterfütterung bringe die Wassertiere weiter in Not, weil die im Sommer angelegten Fettreserven bald verbraucht seien. Noch eine Bitte haben die engagierten Volmestädter: Fütterungen sollten nur in Absprache mit dem Tierschutzverein, mit Fred Oehm oder den Rassegeflügelzuchtvereinen Meinerzhagen und Listertal durchgeführt werden.

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