Wasserschaden zwingt Kindergarten St. Christophorus zu Umzug

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Nicole Neumann, Leiterin des Kindergartens St. Christophorus, muss mit den 45 Kindern der Einrichtung und ihren Kolleginnen und Kollegen für mehrere Wochen umziehen.

Valbert - Tapetenwechsel heißt es für den Kindergarten St. Christophorus in der kommenden Woche, und zwar in doppelter Hinsicht. Wegen eines Wasserrohrbruchs müssen die 45 Kinder mit ihren fünf Erzieherinnen und einem Erzieher für mehrere Wochen in andere Räumlichkeiten umziehen, während die Schäden beseitigt werden.

Der Rohrbruch müsse am Wochenende 7./8. April passiert sein, denn entdeckt wurde das Malheur am folgenden Montagmorgen, sagt Pfarrer Thorsten Rehberg. Ein Wasserrohr zu einem Warmwasserboiler im Erdgeschoss habe sich „verabschiedet“, wie er sagt. „Das Wasser hatte dann circa zwei Tage Zeit, um Schaden anzurichten.“

Aus dem Boilerraum, der unter Wasser gesetzt wurde, sei das Wasser über das Treppenhaus in den Keller geflossen, erzählt Nicole Neumann, Einrichtungsleiterin. „Der Estrich hat sich richtig vollgesogen.“

Die Tapeten im Treppenhaus wellen sich, vorsichtshalber ist dort der Strom abgestellt. Auch im Sportraum im Keller der Kita sind Wandverkleidungen und Teppichböden stark mitgenommen. „Auch das ganze Mobiliar ist hinüber“, sagt Neumann. Das Wasser habe hier unten zwar nur zwei bis drei Zentimeter hochgestanden, aber das reiche, damit sich die Möbel vollsogen. Im angrenzenden Lagerraum ist auch viel Bastelmaterial in den Regalen nun unbrauchbar.

Die Sanierung soll zwischen vier und acht Wochen dauern und nach ersten Schätzungen 70.000 Euro kosten. Auch wenn die Kinder Dank des guten Wetters momentan vor allem im Außenbereich des Kindergartens betreut werden, werden für die Dauer der Sanierung Ausweichräume benötigt.

Die Pfarrei habe direkt nach dem Schaden mehrere Ausweichoptionen angeboten, sagt Pfarrer Rehberg, die Wahl fiel auf die zur Zeit leer stehende Pastorenwohnung sowie den Pfarrsaal. So kann die Außenanlage des Kindergartens weiter genutzt werden. „Wenn es nach uns gegangen wäre, wären die Kinder schon drei Tage nach Entdeckung des Wasserschadens draußen gewesen, aber das ging nicht so schnell“, erklärt der Pfarrer, denn verschiedene Stellen müssten bei so einer Not-Lösung mit eingebunden werden.

Das Jugendamt des Märkischen Kreises sowie das Bauamt hätten sich vor Ort alles angesehen, sagt Pressesprecher Hendrik Klein vom Märkischen Kreis. Mit der vorübergehenden Unterbringung der Kinder gebe es keine Probleme. Auch eine Betriebserlaubnis, die in so einem Fall das Landesjugendamt erteilen muss, liege nun vor, sodass in der nächsten Woche mit dem Umzug und voraussichtlich auch mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden könne. Die Betriebserlaubnis für den „Not-Kindergarten“ gilt bis zum Ende der Baumaßnahmen.

„Wir sind der Kirche sehr dankbar, dass sie uns die Räume zur Verfügung stellt“, sagt Kita-Leiterin Neumann. Nach der Anbringung einiger Kinderschutzmaßnahmen – Sicherungen an Steckdosen und Fenstern sowie ein Türschutzgitter – könne nun nächste Woche der Umzug erfolgen. J joop

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