Wasserpest auch in der Lister ein Problem: Kampf geht unvermindert weiter

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Der Einsatz des Mähbootes – wie hier auf dem Hengsteysee – bringt nur kurzzeitig Erfolg.

Hunswinkel -  Die Badesaison neigt sich ihrem Ende zu und damit werden auch bald die Ufer der Lister- und der Biggetalsperre wieder ungestört den Wasservögeln zur Verfügung stehen. Für sie ist die „Elodea nutalii“, die Wasserpest, kein Problem. Die Badegäste indes hatten an einigen Stellen in den letzten Wochen nicht mehr den direkten Zugang ins Wasser.

Keine neue Situation, sondern ein Zustand, gegen den sowohl der Ruhrverband als Betreiber der Talsperren als auch die Anliegerstädte Drolshagen und Meinerzhagen und die Anlieger in der Vergangenheit gemeinsam etwas unternommen haben. Mit viel Muskelkraft wurden dabei die Schlingpflanzen ausgerissen, zum Teil nachdem der Wasserspiegel abgesenkt wurde und der Frost zuvor die Pflanzen abfrieren ließ.

Ein probates Mittel, da an den Talsperren unserer Region nach relativ schmalen und leicht abfallenden Uferbereichen meist tiefe Wasserstände vorzufinden sind. Das „Wachstumspotenzial“ der Elodea reicht im Regelfall nicht bis in diese Tiefe.

Für den Ruhrverband ist die aus Nordamerika stammende Elodea eine „alte Bekannte“. Bereits im Jahr 2000 tauchte sie im Harkortsee erstmals auf. Im Folgejahr bildeten sich zusätzlich auf dem Hengsteysee und dem Kemnader See massenhaft Elodea-Bestände aus. Und schließlich hatte das Naturphänomen 2008 auch den Baldeneysee erreicht. Inzwischen werden sogar Mähboote eingesetzt.

Thomas Brinkmann, der beim Ruhrverband als Betriebsleiter für diese Stauseen zuständig ist, hat dafür eine plausible Erklärung: „Dass sich Elodea in den Stauseen wohlfühlt, liegt sicherlich an der Wasserqualität der Ruhr. Der Fluss und sein Zulauf, die Lenne, sind in den letzten Jahren so sauber geworden, dass die Sonnenstrahlen bis auf den Grund dringen können. Dadurch findet die Pflanze gute Wachstumsvoraussetzungen vor.“

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