„Sauerland Höhenflug“ – Wanderweg mit Prädikat

Mit Stolz wird die Urkunde präsentiert. Im Bild Valko Gerber und Christiane Rosenberg von der Stadt, Geschäftsführerin Kerstin Berens (Sauerland-Höhenflug) und Ulrich Hügenberg als früherer Mitarbeiter der Geschäftsstelle und „Ehrenamtler“.

MEINERZHAGEN -  250 Kilometer abwechslungsreichen Naturgenuss und außergewöhnliche Höhenerfahrung schätzen die Wanderer auf dem Sauerland-Höhenflug bereits seit mehreren Jahren. Nun geben auch die Experten des Deutschen Wanderverbandes ihr Güte-Siegel dazu.

Wandern auf dem regionsüberspannenden Fernwanderweg – von Altena und Meinerzhagen bis Korbach – ist ein Erlebnis mit Prädikat. Der Sauerland-Höhenflug darf sich somit „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ nennen.

Mit dem Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zeichnet der Deutsche Wanderverband nur Wanderwege aus, die ganz bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Die zertifizierten Wege sind durchgehend wandersicher markiert, bieten eine naturnahe und abwechslungsreiche Wegeführung in einer attraktiven Landschaft, dazu Panoramaaussichten sowie landschaftliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Dies sind einige von vielen weiteren Kriterien, die im Zertifizierungsprozess überprüft werden.

In Gemeinschaft haben etliche Akteure über viele Monate engagiert daran gearbeitet, dass der Sauerländer Fernwanderweg diese Kriterien erfüllt. Die offizielle Urkunde nahmen nun Theo Melcher als Vorsitzender und Kerstin Berens als Geschäftsführerin des Sauerland-Höhenfluges während der Wander- und Trekking Messe „Tour Natur“ in Düsseldorf entgegen. Überreicht wurde sie vom parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie Ernst Burgbacher und von DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.

„Bereits seit der Eröffnung des Sauerland-Höhenflugs im Jahr 2008 ist die Zertifizierung ein wichtiges Ziel, auf das wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich hingearbeitet haben“, erläutert Kerstin Berens. Mit 250 Kilometern ist der Sauerland-Höhenflug der längste Weg im Sauerland, das er von Westen nach Osten bis ins hessische Korbach überspannt. Auf dieser Strecke haben die Macher den Weg beständig überprüft und verbessert – alles mit dem Ziel, die hohe Wander-Güte auf der kompletten Route und damit das offizielle Prädikat „Qualitätsweg“ zu erreichen. So haben sie an vielen Stellen die Wegeführung optimiert und vor allen Dingen naturnahe Wegeabschnitte – auf Pfaden und Waldwegen – gesucht. Die Zertifizierung wäre ohne die Arbeit und den enormen Einsatz der Ranger vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW nicht möglich gewesen. „Den beiden Rangern Christoph Nolte und Andreas Vogt gebührt daher mein besonderer Dank“, sagt Kerstin Berens. „Die Ranger haben alternative Wegeführungen gesucht und Gespräche mit den Waldbesitzern geführt, Pfosten gesetzt, Markierungszeichen geklebt, Pfade gemäht und gepflegt und neben all diesen Aufgaben auch noch Erwachsenen und Kindern in ihren Führungen die Natur am Sauerland-Höhenflug näher gebracht. Sie leisten großartige Arbeit.“

Der Dank der Geschäftsstelle gilt zudem allen beteiligten Akteuren und Partnern, insbesondere dem Sauerländischen Gebirgsverein, den Touristikern in den Anrainer-Städten und -Gemeinden und den Waldbesitzern und Grundstückseigentümern. „Denn nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit auf Augenhöhe konnten wir dieses ambitionierte Ziel erreichen – und auch nur gemeinsam werden wir die Qualität halten können“, betont Vorsitzender Theo Melcher. „Wir setzen weiter auf Kooperation und Dialog, denn der Erfolg gibt uns Recht: Hier haben wir ein hervorragendes Produkt geschaffen, dass sowohl die Wanderer als auch die Experten überzeugt.“

Das Zertifikat des Deutschen Wanderverbandes bestätigt, dass der Sauerland-Höhenflug den Ansprüchen der modernen Wanderer gerecht wird. Der Sauerland-Tourismus vermarktet den Fernwanderweg als eines der Top-Produkte der Region. Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus: „Dieser neu zertifizierte Qualitätsweg – wie auch die anderen Wege mit Prädikat – bringt uns dem Versprechen näher, das wir für die gesamte Region ausrufen möchten: Die Sauerland-Wanderwelt ist mitten in Deutschland ein landschaftliches Paradies und vor allem ‚unverlaufbar‘!“

Die Zertifizierung wird nun alle drei Jahre überprüft, um eine gleichbleibende Qualität für den Sauerland-Höhenflug zu gewährleisten.

Durch gleich zwei Eingangsportale im Kreis, nämlich an der Sprungschanze in Meinerzhagen und der Burg Altena, sowie die Wegführung durch nicht wenige Städte und Gemeinden im Kreis, erschließen sich hierdurch nicht zu unterschätzende Chancen für den Tourismus, der Gastronomie und weiterer Bereiche in unserer Region.

Neben der Sauerland-Waldroute und dem Rothaarsteig wird auch der Sauerland-Höhenflug durch den Verein Sauerland-Tourismus e. V. in Bad Fredeburg und die dort angesiedelte Geschäftsstelle Sauerland-Höhenflug überregional beworben.

In Verbindung mit der Öffnung der Eisenbahnanbindung an den Raum Köln werden in den nächsten Monaten optimale Voraussetzungen geschaffen, um auch Touristen aus dieser Region zu akquirieren. Des Weiteren gibt es Bestrebungen, auf der A 45 Hinweisschilder anzubringen, ähnlich wie bei der Attahöhle oder beim Rothaarsteig, um Durchreisende auf den Wanderweg aufmerksam zu machen.

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