Parkplatz neben der Autobahn verschwindet

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Die Bäume bleiben stehen. Vorsichtig wurde der Asphalt in ihrem Bereich entfernt.

Viele Jahrzehnte lang war er bei Wanderern ein beliebter Ausgangspunkt für Touren durch die Natur, innerhalb von nur wenigen Tagen verschwand er gänzlich von der Bildfläche: Der einst beliebte Wanderparkplatz „An der Rosenburg“ wurde in den vergangenen Tagen „zurückgebaut“.

Meinerzhagen – Ein Bagger leistete ganze Arbeit, mit seiner Hilfe wurde die Asphaltschicht entfernt und zu großen Haufen aufgeschichtet. Der Abtransport soll spätestens Anfang kommender Woche erfolgen, eventuell wird damit schon heute begonnen.

Und warum lassen der Märkische Kreis und die Landesforstverwaltung den Parkplatz verschwinden? Einerseits gebe es inzwischen keinen Bedarf mehr für die Abstellfläche auf dem Gelände des Staatswaldes oberhalb von Lengelscheid, heißt es. Andererseits kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zur „Vermüllung“ der abgelegenen Fläche. Häufig wurde hier gegrillt, der Abfall blieb in vielen Fällen einfach liegen. Etwa 60 000 Euro kostet der Rückbau des Parkplatzes, der anschließend auch noch renaturiert werden soll. Zunächst werde das Gelände allerdings „modelliert“, die Bepflanzung soll zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden, teilte der Märkische Kreis mit. Angelegt wurde der Platz in den 1970er-Jahren vom früheren Naturpark Ebbegebirge. Damals gab es dort auch noch einen Rastplatz. Weil an dessen Inventar allerdings immer wieder gravierende Vandalismusschäden zu beklagen waren, gab der Betreiber diese Anlage vor Jahren auf. Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge entschied sich dann dazu, auch den Wanderparkplatz nicht weiterzuführen. Zuletzt wurde der Bereich als Lagerplatz für Holzstämme genutzt. Zahlreiche Bäume, die vom Borkenkäfer befallen waren, mussten gefällt werden, sie wurden hier vorübergehend abgelegt. Das erklärt auch die noch reichlich vorhandenen Rindenstücke. Der Asphalt wird übrigens laut Kreisverwaltung fachgerecht entsorgt und laut Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein zu einer Bodenaushub-Deponie transportiert.

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