Geplantes Wallcenter

Attendorner Projekt mit Parallelen zu Meinerzhagen

Hier soll nun das Wallcenter in Attendorn entstehen.
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Hier soll das Wallcenter entstehen.

Das Wallcenter soll Attendorns Innenstadt beleben und das Warenangebot erweitern und ergänzen. Dabei sind bei der Planung durchaus Parallelen zum Nachbarn in Meinerzhagen erkennbar, Stichwort: Stadthalle.

Attendorn/Meinerzhagen - Auch in Attendorn diskutiert man derzeit über mögliche Verträge mit einem Investor, die bindend an den Abschluss des parallel betriebenen Planverfahrens die Konditionen regeln sollen.

Mit Volldampf läuft derzeit der Umbau des alten Bahnhofsgebäudes zu einem Bürgerzentrum. Dabei ist der Begriff Umbau eher unzutreffend, denn seit Anfang Februar wurde zunächst der alte Bahnhof komplett dem Erdboden gleichgemacht. Als Ersatz erhält die Hansestadt vom Land Nordrhein-Westfalen und der Bundesrepublik Deutschland zur „Stärkung der sozialen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ ein Bürgerzentrum. Im neuen Bahnhofsgebäude, das in Teilbereichen dem Baustil des Vorgängers nachempfunden sein wird, sollen mit Fördermitteln von rund 2,3 Millionen Euro vielfältige Nutzungsmöglichkeiten entstehen.

Entwicklungskonzept soll realisiert werden

Das Gesamtprojekt wird durch die Verlagerung des Jugendzentrums mit Jugendcafé in die Innenstadt und unter Einbeziehung der bisherigen Gastronomie realisiert. Zwar war die Umsetzung des Projekts zunächst als private Maßnahme im Rahmen des Innenstadtentwicklungskonzeptes (IEK) angedacht, wurde dann aber als städtische Maßnahme umgesetzt. Durch die Realisierung zum Bürgertreffpunkt und Kulturhaus wird die Zielsetzung des IEK entsprechend den titulierten Bedarfen klar unterstützt. Während in diesem Teil der Innenstadt also deutlich die gewünschte Entwicklung zu sehen ist, bleibt sie in unmittelbarer Nähe (noch) verborgen.

In der Angelegenheit Wallcenter auf dem Gelände gegenüber des Bahn- und Busbahnhofs laufen derweil zwar das geordnete Bebauungsplanverfahren und entsprechende Gespräche mit Projektentwicklern und möglichen Investoren – es gibt aber auch Gegenwind. Und der wird erzeugt von der Gemeinschaft einiger Attendorner Einzelhändler und auch von Privatleuten. Bei ihnen steht die Einbringung eines Bürgerantrages auf dem Plan.

Auch Kritik am Projekt wird laut

Zielsetzung: eine größere Beteiligung am weiteren Fortgang des Verfahrens – und zwar ohne Zeitdruck. Die Gegner des Projektes sehen durch den beabsichtigten Grundstücksverkauf an einen Investor zudem eine gewisse Gefahr. „Was passiert, wenn der Bebauungsplan nicht wie gewollt zustande kommen kann? Kann der Investor dann nach eigenem Gusto schalten und walten?“ Stimmen, die ähnlich auch in Meinerzhagen bereits laut wurden, als es um die Stadthalle ging.

Genau diesen Faktor hatte Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (SPD) deutlich in öffentlicher Stellungnahme ausgeräumt. „Der vorgesehene Grundstückskaufvertrag kommt nur dann zustande, wenn der vom Stadtrat später beschlossene Bebauungsplan rechtskräftig wird. Somit ist gesichert, dass die Grundstücke nur für die oben beschriebene Nutzung zur Verfügung gestellt werden“, hieß es darin. Alles in allem wird nach aktuellem Stand der Bebauungsplan frühestens zum Ende des Jahres einen finalen Punkt erreichen. Zuvor sind auch noch diverse Formen der Bürgerbeteiligungen angedacht. Somit dürfte bis zu einem Baubeginn wie im Moment am neuen Bahnhof noch so mancher Zug an der Baustelle Wallcenter vorbeirollen.

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