Matschpiste Königsfarnweg - Durch "Holzarbeiten" arg ramponiert

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Wanderer brauchen auf dem Königsfarnweg zurzeit besonders robustes Schuhwerk. Jürgen Kleppe (rechts) und Matthias Borgmann bitten Spaziergänger und Radfahrer um Verständnis und versprechen Abhilfe.

Valbert - „Königsfarnweg“ – der majestätische Name suggeriert einen Wanderpfad der Premiumklasse. Doch davon kann momentan keine Rede sein. Auf den ersten etwa drei Kilometern gleicht die beliebte Wanderroute im Ebbe eher einer durchgehenden Suhle für Wildschweine, als einem Spazierweg.

Grund für den Matsch im Staatswald sind schwere Holztransporter, die zurzeit noch dabei sind, Baumstämme aus dem Gebiet bei Valbert abzufahren. Und auch die schweren Rückefahrzeuge, die das Holz aus dem Wald an den Königsfarnweg bringen, zerfurchen die Trasse zumindest stellenweise zusätzlich. Doch dieser für Wanderer und Mountainbiker missliche Zustand werde sich bald ändern. Das versprechen Jürgen Kleppe, Fachgebietsleiter Staatswald im Regionalforstamt kurkölnisches Sauerland und Förster Matthias Borgmann, zuständig für das Revier Beckerhof.

Der Winter ist die Zeit, in der Holz geschlagen wird. „Doch in dieser Saison hatten wir eigentlich nur zwei kurze Frostperioden, die wir für die Arbeiten nutzen konnten“, erläutert Kleppe, der um Verständnis dafür bittet, dass der Weg zurzeit in keinem guten Zustand ist. Im Prinzip ist der Holzeinschlag aber jetzt beendet, bald wird der letzte mit Stämmen beladene 40 Tonner den Königsfarnweg verlassen haben. „Und dann beginnen wir sofort mit der Instandsetzung des Weges“, versprechen die beiden Angestellten beim Landesbetrieb „Wald und Holz NRW“.

Zunächst wird der Schlamm „abgeschoben“, zusätzlich sollen die Wasserdurchlässe – Querrinnen auf dem Weg – saniert werden. „Und auch die Gräben werden gesäubert“, erklärt Borgmann. Abschließend bringt die mit den Arbeiten beauftragte Firma Schotter auf. „Das dabei verwendete Material wird sich sowohl zum Wandern als auch zum Mountainbiken eignen“, sind sich die beiden Forstexperten sicher.

Für die drei Kilometer lange Strecke, die dieser „Behandlung“ unterzogen wird, plant der Landesbetrieb etwa 7000 Euro ein. „Insgesamt investieren wir für die Wegeunterhaltung im Ebbe jährlich etwa 50.000 Euro“, erklärten Kleppe und Borgmann gestern bei einem Ortstermin auf dem Königsfarnweg und fügten hinzu: „Damit ist also auch klar, dass die Strecke zum Bezirkswandertag, den der SGV Valbert am 14. August ausrichtet, in einem Top-Zustand sein wird.“

In den vergangenen Wochen wurden am Königsfarnweg insgesamt 3500 Festmeter Nadelholz aus dem Wald entfernt – das entspricht derselben Anzahl an Bäumen. Angepflanzt werden stattdessen Laubbäume – ein Tribut an den Klimawandel. Die gefällten Stämme bleiben im Sauerland, werden in heimische Sägewerke gebracht oder zu Pellets, Brenn- oder Zaunholz verarbeitet.

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