Waldläufer auf Exkursion im Siebengebirge

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Die SDW-Gruppe wurde geführt von Forstdirektor Bernd Schwontzen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ihre Fitness unter Beweis stellen konnten die hiesigen Waldläufer bei der diesjährigen Exkursion der Kreisgruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).

Ins Siebengebirge, südöstlich Bonn am Rand des Westerwaldes, führte die Tagestour. Erster Anlaufpunkt war der Weilberg, wo Forstdirektor Bernd Schwontzen vom Forstamt Königswinter über die geologischen Gegebenheiten und den vulkanischen Ursprung des Gebirges mit dem Oelberg als höchster Erhebung (460 Meter) informierte. Am Weg lag dann das Kloster Heisterbach; die Zisterzienser-Abtei zählte im Mittelalter zu den größten Klosteranlagen. Von der in der Zeit von 1202 bis 1237 errichteten, später abgebrochenen Kirche, einem Hauptwerk der Zisterzienserkunst, blieb als imposantes Zeugnis nur der Chor erhalten. Historische Steinbrüche lieferten das Baumaterial dazu, und natürlich auch für den Kölner Dom. Durch 140 Jahre alten Klosterwald mit beeindruckenden Laubbaumbeständen und durch sogenannte, forstlich nicht genutzte Wildnisgebiete ging's hinauf zum Stenzelberg mit einem neuzeitlichen Steinbruch. Das ausgewiesene Naturschutzgebiet, dessen Felsformationen der Wald bereits zurückerobert hatte, wurde durch Entwaldungsmaßnahmen des Forstamtes Königswinter aufgewertet. Der Biotop für wärmeliebende Tiere und Pflanzen, allesamt Rote Liste-Arten, soll so auch künftig in seiner Funktion und Ursprünglichkeit erhalten werden. Nach diversen Auf- und Abstiegs-Kletterpartien war zur Mittagszeit die Einkehr in ein Waldgasthaus hochwillkommen. Als letzter „Gipfel“ war der Oelberg zu erklimmen, wo der „Ausflug in die Botanik“ beim gemütlichen Kaffeetrinken seinen Ausklang fand. ▪ As

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