Landeslager der Waldjugend

Eindrucksvolle Zeltstadt mit 400 "Siedlern"

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Blick auf das Zeltlager zwischen Volmequelle und Fischbauchbrücke: Rund 400 Mitglieder der Waldjugend NRW waren am Pfingstwochenende nach Meinerzhagen gekommen, um am Landeslager teilzunehmen.

Meinerzhagen - Die Natur verstehen und sie dadurch schützen: Genau darum geht es den jungen Aktiven der Waldjugend Nordrhein-Westfalen. Und weil das in Gemeinschaft viel mehr Spaß macht, kommen sie einmal im Jahr an Pfingsten zum Landeszeltlager zusammen. Dieses Mal richtete der seit 2005 bestehende Meinerzhagener Hort unter der Regie seines Leiters Dirk „Pünktchen“ Gerlach das Treffen aus.

Am Freitag reisten Waldläufer aus ganz NRW zum Lagerplatz auf der Wiese zwischen der markanten Eisenbahnbrücke und dem Hof der Familie Fischer an der Volmequelle an. Hinzu kamen Gäste aus den Landesverbänden Hessen und Hamburg, von der Waldjugend-Landesleitung aus Rheinland-Pfalz und von der Bundesleitung. 

So konnte Landesleiterin Bianca Bokelmann während der offiziellen Begrüßung am Samstagvormittag rund 400 Teilnehmer begrüßen. Ein sehr gutes Ergebnis. Ganz besonders freute sie sich über die Gründung von zwei neuen Horten in Köln und Essen. 

Bei der Waldjugend gibt es keine Zelte mit Alugestänge und Plastik. Die vielen Koten und Jurten bestehen aus Fichtenstämmen, die mit solider Zeltplane umspannt sind. Mitten im Dach bleiben große Rauchabzüge, damit drinnen das offene Holzfeuer brennen kann.

Die ganze Anlage ähnelt einer mittelalterlichen Stadt mit Vogtei und Versammlungsplätzen. Die Bühne ist aus rohen Fichtenbrettern gezimmert und entlang der „Hauptstraße“ leuchten am Abend die Fackeln. 

Landeslager der Waldjugend 2017

Ihre Landeschefin hatten die Waldläufer ganz besonders ins Herz geschlossen. Für sie gab es zum Lagerstart ein großes holzgeschnitztes Schwert und auf der Bühne einen schmucken Thron. Dort saß Bianca Bokelmann vor sieben Stelen, die die sieben Quellen Meinerzhagens symbolisierten. 

„Für unser erstes Landeslager in der Volmestadt gab es vom Start der Planungsphase an ganz viele Hilfsangebote. Das hat uns sehr gefreut“, dankte Lagerleiter Dirk Gerlach. Der stellvertretende Bürgermeister Volkmar Rüsche wünschte der NRW-Waldjugend vier schöne und erlebnisreiche Tage. Der Zeltplatz am Volmehang sei ideal. Nah an der Natur und dennoch von der Oststraße aus für die Meinerzhagener Bürger sehr gut zu sehen. Das garantiere viel Aufmerksamkeit und Besuch. 

Forstamtsleiter Bernd Schmitt richtete Grüße von der Bezirksgruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald aus. „Ihr seid unsere bundesweit organisierte Jugendgruppe“, hob er die Bedeutung der Waldjugend für 60 Jahre aktiven Umwelt- und Naturschutz hervor. Grüße richtete zum Auftakt außerdem Gerhard Naendrup aus. Er ist Landesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. 

Dann konnte es endlich losgehen: Singen, spielen, lernen und die Gemeinschaft pflegen. Das bestimmte vier Tage lang das Lagerleben. Hinzu kam die gesamte Organisation von der Verpflegung über die vielen Spiel-, Bastel- und Mitmachangebote bis zum Aufbau des Landesfeuers. Es gab das Werwolf-Happening in der Tee-Jurte, den musikalischen Hüttenzauber mit der Landeshorte und atemberaubende Fackeltricks am Thronplatz. Pfingstsonntag leitete Pastor Klaus Kemper-Kohlhase den Gottesdienst an der Volmequelle, den Ben Köster mit dem Posaunenchor mitgestaltete. Zwischen 11 und 17 Uhr gab es Arbeitsgemeinschaften zu Themen wie Schmuckherstellung, Kartoffeldruck oder Kochen.

Im Rahmen des „offenen Lagers“ schauten den ganzen Tag über viele Gäste vorbei. Sie waren beeindruckt vom Singwettstreit, den ausgestellten Greifvögeln und der rollenden Waldschule. Am Pfingstmontag begann nach der Abschlussrunde am späten Vormittag die Abreise der Waldläufer. „Eine schöne Veranstaltung, an die alle sicher noch lange denken werden“, lautete das Fazit von Dirk „Pünktchen“ Gerlach.

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