Feuer und Zigaretten seit dem 1. März im Wald tabu

Laub, Reisig und das Fehlen von frischem Grün erhöhen zurzeit die Waldbrandgefahr. Deshalb gilt jetzt die Warnstufe drei. - Archivfoto

Meinerzhagen - So gut wie kein Niederschlag in den vergangenen Tagen und „Sonne satt“ – was die Menschen freut, löst in manchen Teilen Nordrhein-Westfalens zurzeit verstärkte Aufmerksamkeit aus. Feuerwehrleute und der Deutsche Wetterdienst schlagen Alarm, stellenweise gilt im Land bereits die zweithöchste Feuerwarnstufe in den Wäldern.

Von Jürgen Beil

Auch in und um Meinerzhagen herum wurde die Warnstufe auf drei angehoben, die Skala reicht bis Stufe fünf. Damit gilt momentan offiziell „erhöhte Waldbrandgefahr“.

Rauchen und offenes Feuer im Wald, davon gehen die größten Gefahren aus. „Das ist aber ohnehin zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober in unseren Wäldern und in 100 Metern Abstand darum verboten“, erläutert Stadtbrandinspektor Ulrich Blumenrath. Weitergehende „Sanktionen“ gibt es derzeit noch nicht. Das bestätigt auch Stefan Befeld, Pressesprecher des Landesbtriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.

Das Betreten des Forstes ist also weiterhin möglich. Das heißt aber nicht, dass die Gefahr zu unterschätzen ist. „Stufe drei, wie momentan im überwiegenden Teil des Landes verhängt, sagt noch nicht viel aus. Es kommt immer auf die örtlichen Besonderheiten an. In Bereichen mit überwiegendem Kiefernbestand oder dort, wo die Sonneneinstrahlung sehr hoch ist, steigt die Gefahr“, erläutert Befeld.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Mengen an Laub und Reisig. „Weil frisches Grün noch fehlt, reicht zurzeit ein Funke, um das zu entzünden“, warnt Ulrich Blumenrath. Er und die Meinerzhagener Feuerwehr haben trotz der erhöhten Waldbrandgefahr aber noch keine konkreten Vorkehrungen getroffen, so „schlimm“ ist die Lage noch nicht.

Sollte sich die Situation in den kommenden Wochen durch eine längere Trockenperiode verschärfen, könnte aber rasch gehandelt werden. Dann würde Blumenrath auch Kontakt zu den heimischen Landwirten aufnehmen und um die Bereitstellung von Gülle-Anhängern bitten. Die lassen sich schnell mit Wasser füllen, das dann zum Brandort gefahren werden könnte. „Etwa 15 000 Liter fasst ein solcher Behälter, er ist in nur fünf Minuten gefüllt. Das reicht dann bei der Brandbekämpfung etwa 20 bis 25 Minuten aus“, erläutert Blumenrath.

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