Der Wald dominiert in Meinerzhagen

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In Grünewald wird aus bislang landwirtschaftlich genutzter Fläche so genannte „Betriebsfläche“. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen hat von 2001 bis 2011 um 633 Quadratkilometer abgenommen.

Dies ist eine Größenordnung, die in etwa der Gesamtfläche der Städte Bonn, Köln und Leverkusen entspricht (625 qkm).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 16 742 qkm knapp die Hälfte (49,1 Prozent) der gesamten Landesfläche (34 092 qkm) ein.

Ein Viertel der Fläche in Nordrhein-Westfalen (25,6 Prozent = 8 732 qkm) ist bewaldet – gegenüber 2001 bedeutet dies ein Zuwachs um 3,5 Prozent.

Auf Gebäude- und zugehörige Freiflächen entfallen 12,8 Prozent der Landesfläche (4 357 qkm), auf Verkehrsflächen 7,0 Prozent (2 403 qkm), auf Wasserflächen 2,0 Prozent (669 qkm), auf Erholungsflächen 1,9 Prozent (634 qkm) und auf Betriebsflächen 1,1 Prozent (361 qkm).

Für das Stadtgebiet von Meinerzhagen sehen die aktuellen Daten wie folgt aus:

Die Gesamtfläche von 115,178 Quadratkilometern gliedert sich auf in: Waldfläche 62,819 qkm = 54,5 Prozent. Das ist gegenüber 2001 ein nur leichter Rückgang um 0,1 Prozent. Das Stadtgebiet gehört damit zu den waldreichsten Regionen von NRW.

Um 1 Prozent verringert hat sich die Landwirtschaftsfläche, die mit 37,065 qkm in Meinerzhagen nach wie vor einen verhältnismäßig hohen Anteil von insgesamt 31,9 Prozent ausmacht.

Die weiteren Anteile sehen wie folgt aus: Gebäude- und Freifläche 6,821 qkm = 6,3 Prozent und damit binnen zehn Jahren eine deutliche Zunahme um 5,6 Prozent; Betriebsfläche 326 000 qm = 0,3 Prozent oder eine Zunahme um 3,1 Prozent. Erholungsfläche 405 000 qm = 0,3 Prozent, Verkehrsfläche 5,545 qkm = 4,8 Prozent. Wasserfläche 1,755 qkm = 1,5 Prozent Flächen anderer Nutzung 442 000 qm = 0,4 Prozent.

Den höchsten Anteil der Landwirtschafts- an der Gesamtfläche hat die Gemeinde Titz (Kreis Düren) mit 84,9 Prozent. Bei der Waldfläche liegt die Gemeinde Kirchhundem (Kreis Olpe) mit einem Anteil von 75,0 Prozent und bei der Wasserfläche die Stadt Rees mit 12,4 Prozent auf Platz eins.

Die kreisfreie Stadt Herne weist gleich in zwei Kategorien die höchsten Anteile auf: 44,1 Prozent ihrer Gesamtfläche entfallen auf die Gebäude- und Freiflächen und 19,3 Prozent auf die Verkehrsflächen.

Bei der Erholungsfläche belegt die kreisfreie Stadt Essen mit 11,1 Prozent und bei der Betriebsfläche die Gemeinde Niederzier (Kreis Düren) im rheinischen Braunkohlerevier mit 37,1 Prozent den Spitzenplatz.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass gewerblich genutzte Gebäude (z. B. Fabrikgebäude) in der Kategorie „Gebäude- und Freifläche“, Gewerbeflächen ohne Gebäude (z. B. Lagerplätze, Halden, Abbauland) dagegen in der Kategorie „Betriebsfläche“ nachgewiesen werden. Die Daten basieren auf Angaben der Katasterämter.

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