Waffengeschäfte: Lange Haftstrafe

Weil er gewerbsmäßig mit Waffen handelte, muss ein Meinerzhagener jetzt ins Gefängnis.

MEINERZHAGEN ▪ Fünf Jahre und drei Monate Haft. So lautet das Urteil des Landgerichts gegen den 54-jährigen Meinerzhagener, der sich wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten musste.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte mehrfach mit Waffen gehandelt hatte, um damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Nachdem er zum Prozessauftakt am Montag seine Beteiligung an einem im Dezember 2009 durchgeführten Waffengeschäft auf die Rolle des Geldgebers beschränkt hatte, räumte er heute ein, den Deal mit einem Lüdenscheider geplant und durchgeführt zu haben. Der einschlägig vorbestrafte Mann hatte in der Vergangenheit bereits drei Jahre wegen eines Waffendelikts im Gefängnis verbracht. Damals hatte er einen Tag nach seiner Entlassung erneut im Internet Waffen bestellt. Dieser Umstand brachte die Staatsanwaltschaft zur Auffassung, dass bei dem Mann jeglicher Faktor der Einsicht fehle. Das bewusste Vorgehen zur Sicherung des Lebensunterhalts spreche für ein gewerbsmäßiges Vorgehen, was auch die Kammer so sah. Die Forderung: Fünf Jahre und neun Monate.

Verteidiger Jan Nesselrath führte ins Feld, dass der Angeklagte aufgrund seiner Kindheit in der Kaserne und einer militärisch geprägten Familie eine Leidenschaft für Waffen entwickeln musste. Dabei sei es ihm jedoch nie darauf angekommen, seine Sammelstücke auch einzusetzen. Er hatte eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren gefordert. Der 54-Jährige entschuldigte sich und versprach, zukünftig die Finger von Waffen zu lassen. ▪ jape

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