Schmierereien: Teurer und strafbarer Unfug

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Eine Ausnahme: Die Spundwand zwischen Lindenstraße und B 54 ist gut einsehbar. Sie wurde dennoch beschmiert.

Meinerzhagen - Lange suchen muss in Meinerzhagen niemand – das erste illegale Graffiti ist schnell entdeckt. Lustig finden die wenigsten Hauseigentümer diese Form von Vandalismus. Und die Polizei spricht in solchen Fällen schlicht und einfach von Sachbeschädigung.

„Wildes Sprühen“ ist kein Kavaliersdelikt. Das Strafgesetzbuch gibt dafür einen klaren Strafrahmen vor: „Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.“ 

Und dennoch: Die Täter schlagen bevorzugt in von der Öffentlichkeit wenig besuchten „Ecken“ zu. Das ist auch in Meinerzhagen so: Durchgänge – wie der an der Stadthalle im Bereich des Kinos und der zwischen Stadion und Freibad – sind bevorzugte „Betätigungsfelder“. Doch auch am Schulzentrum Rothenstein, an Ladenlokalen im Bereich Oststraße und sogar an der gut einsehbaren Spundwand, die Lindenstraße und B 54 trennt, sind solche Schandflecke zu entdecken. Und das sind nur einige Beispiele.

Dirk Biermann ist Inhaber des heimischen „Malerteams Seyda“. Er bekommt regelmäßig den Auftrag, Graffitis und andere Schmierereien zu beseitigen. „Das ist häufig eine teure Angelegenheit, wenn zum Beispiel eine ganze Wand neu gestrichen werden muss.“ 

Biermann weiß, dass einfaches Abwaschen meist keine Abhilfe schafft: „Es ist so gut wie unmöglich, das Zeug dadurch zu entfernen. Wir bringen also zuerst eine Isolierfarbe auf, anschließend einen neuen Anstrich.“ Nötig sei das auch, „weil das Graffiti bei einem normalen Anstrich häufig durchschlägt“, weiß der Fachmann, der die Spezialbehandlung deshalb in den meisten Fällen auch für unumgänglich hält.

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