Brücke aus dem Jahr 1920 wird komplett erneuert

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Im Moment ist die Fahrbahn nur eingeengt. Während der Bauphase, wird die K7 an dieser Stelle voll gesperrt.

Valbert/Mittelhagen - Seit März 2014 ist die Kreisstraße 7 in der Ortslage Mittelhagen auf einem Abschnitt von rund 30 Metern nicht in voller Breite nutzbar. Im Zuge der regelmäßigen Brückenprüfungen waren an einem Bachdurchlass aus dem Jahr 1920 gravierende Mängel festgestellt worden.

Der Märkische Kreis als Eigentümer der Kreisstraße beauftragte daraufhin den Landesbetrieb Straßen NRW im Rahmen der Betreuung der Kreisstraßen mit der Planung und dem Neubau eines Durchlasses. Seitdem hat sich offensichtlich nichts am Sachstand verändert und die Baustelle scheint sich in einer Art Dornröschenschlaf zu befinden.

Dass dem aber tatsächlich nicht so ist, erläuterte auf Anfrage der MZ Michael Overmeyer, Pressesprecher des Landesbetriebes: „Das Bauwerk hatte die Zustandsnote 3,8 erreicht. Bei 4,0 muss eine solche Anlage für den Verkehr gesperrt werden. Eine Instandsetzung ist unter wirtschaftlicher Betrachtung sinnvoll nicht möglich, so dass die Brücke abgebrochen und durch ein neues Bauwerk ersetzt wird.“ Ergänzend teilt er dabei mit, dass noch die wasserrechtliche Genehmigung ausstehe und die Ausführungsplanung kurzfristig erstellt werde.

Im Herbst dieses Jahres soll das Baufeld (die Umgebung des Durchlasses) freigeräumt werden. „Da die K 7 direkt an ein Naturschutzgebiet angrenzt, findet dieses im Rahmen der Planung selbstverständlich besondere Beachtung“, so Michael Overmeyer. Die neue Brücke soll deshalb in Betonfertigteilbauweise errichtet werden, auch die Widerlager sind aus Fertigteilen.

Durch den Einsatz dieser Fertigteile werde eine Verunreinigung des Gewässers und eine Schädigung des Naturschutzgebietes mit Zementleim während der Bauarbeiten vermieden. Insgesamt werde die neue Brücke gegenüber der jetzigen breiter ausfallen. Während der Bauzeit wird es für die K7 in Mittelhagen eine Vollsperrung geben. Damit aber Fußgänger diesen Bereich passieren können, steht dann eine Behelfsbrücke zur Verfügung. Über den genauen Zeitplan und die Verkehrsregelung wird der Landesbetrieb nach eigener Aussage rechtzeitig informieren. - Jochen Helmecke

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