Wachablösung beim Awo-Kreisverband

Sichtlich gerührt lässt sich Erich Mürmann von Petra Crone und Gordan Dudas verabschieden.

MEINERZHAGEN ▪ Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Märkischer Kreis hat eine neue Vorsitzende. Die Kreiskonferenz wählte am Samstag die 65-jährige Sozialarbeiterin und Sozialdemokratin Karin Löhr zur Nachfolgerin von Erich Mürmann, der sein Amt im Alter von 72 Jahren niederlegte.

Zum letzten Mal als Awo-Kreisvorsitzender und ganz so, wie man ihn kennt, hatte er die Konferenz-Teilnehmer in der Meinerzhagener Stadhalle begrüßt: Mit einen Plädoyer für die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt, auf die er in seinem Jahresbericht näher einging, und einem herzlichen Dankeschön an die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter.

Grußworte sprachen Bürgermeister Erhard Pierlings, der ein Flachgeschenk mitgebracht hatte, und der Awo-Ortsvereinsvorsitzende Rolf Puschkarsky. Außerdem der Lüdenscheider Bürgermeister Dieter Dzewas, der Mürmanns Arbeit ebenso würdigte wie dessen Stellvertreter, MdL Michael Scheffler. Mit ihren Geschenken, dem Lüdenscheider Kochbuch und einem guten Tropfen, trugen sie Mürmanns Liebe für eine gutes Mahlzeit Rechnung. Das Kochbuch will der scheidende Awo-Vorsitzende allerdings gleich an seine Frau Elfie weiterreichen, der Awo-Geschäftsführer Hubert Puder mit einem Blumengeschenk für die jahrelange Unterstützung des rührigen Awo-Vorsitzenden dankte.

Die neue Kreisvorsitzenden Karin Löhr leitete 30 Jahre lang, bis Oktober 2011, hauptamtlich die Familienbildungsstätte der Awo in Lüdenscheid. Sie freue sich auf die fruchtbare Arbeit mit einem guten Team, sagte Löhr, die gern andere Formen des Ehrenamtes entwickeln möchte.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Evelin Piotrowski (Iserlohn) und Herbert Scholz (Werdohl) gewählt. Zu Beisitzern Susanne Berndt und Rainer Schmidt (Meinerzhagen), Marlene Blasius (Iserlohn), Marianne Carstensen (Letmathe), Klaus Hoßbach (Menden), Verena Kasperek und Friedhelm Selve (Lüdenscheid), Beatrix Scheiben (Plettenberg), Christel Stock (Nachrodt) und Eleonore Zumdick (Schalksmühle). Revisoren wurden Margit Ostermann (Meinerzhagen), Walter Krüger (Schalksmühle), Werner Thienelt (Hemer) und Klaus Wieber (Lüdenscheid).

Weiterhin wählte die Versammlung 22 Delegierte und Ersatzdelegierte für die Unterbezirkskonferenz am 21. April im Lüdenscheider Kulturhaus. Zur Wahl für den Unterbezirksvorstand wurden Herbert Scholz, Rainer Schmidt, Friedhelm Selve und Marlene Blasius vorgeschlagen. Renate Drewke, bereits Mitglied des Unterbezirksvorstandes und ehemalige Präsidentin des Regierungsbezirkes Arnsberg wird als Nachfolgerin Mürmanns als Unterbezirksvorsitzende kandidieren. Für die Bezirkskonferenz am 12. Juni in der Gaststätte „Zum Freischütz“ in Schwerte wurden 12 Delegierte und Ersatzdelegierte gewählt. Für die Wahl zum Bezirksvorstand wurden Michael Scheffler und Renate Drewke vorgeschlagen und zu Delegierten für die Bundeskonferenz vom 23. bis 25. November in Bonn gewählt.

Die Bundestagsabgeordnete Petra Crone und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas leiteten die Kreiskonferenz und ließen bei einer kleinen „Zeitreise“ nocheinmal die wichtigsten Stationen im Leben des scheidenden Kreis- und Unterbezirksvorsitzenden Revue passieren. Auch sie beschrieben den 1939 geborenen Kiersper als einen „Mann mit hoher Kompetenz, der die Prinzipien der Awo mit Überzeugung und Bodenhaftung gelebt und vorgelebt hat, der bei Schwierigkeiten die Ärmel aufkrempelt, anpackt und hartnäckig seine Ziele verfolgt. Der sich auch nicht scheut, anzuecken und anderen auf die Füße zu treten.“

1989, zwei Jahre nachdem er in die SPD eingetreten war, kam Mürmann zur Awo. Seit 2000 war er auch Vorsitzender des Unterbezirks Hagen-Märkischer Kreis mit rund 750 hauptamtlichen und etwa 4000 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Kreiskonferenz beschloss einstimmig, der Unterbezirkskonferenz die Wahl Erich Mürmanns zum Ehrenvorsitzenden vorzuschlagen. Auf Ortsebene will Mürmann seine Arbeit für die Arbeiterwohlfahrt fortsetzen

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