Mehr als 1000 Zuschauer: RSV muss Strukturen umstellen

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Mehr als 1000 Zuschauer kamen zum letzten Pokal-Heimspiel. Jetzt muss das Umfeld angepasst werden.

Meinerzhagen - 200 Zuschauer früher in der Bezirks- und später Landesliga, mehr als 1000 im Pokalwettbewerb gegen Haltern. Beim Fußball-Westfalenligisten RSV Meinerzhagen sind definitiv andere Zeiten angebrochen.

Die sportliche Attraktivität ist enorm gestiegen, im Umfeld gibt es allerdings noch Rahmenbedingungen, die nicht mitgewachsen sind.

Das sieht auch der RSV-Vorsitzende Dirk Rebein so: „Wir merken, dass wir da noch nicht optimal aufgestellt sind.“ Und deshalb soll reagiert werden. Stichwort Kassenhäuschen: Vor dem Pokalspiel gegen den ASC Dortmund stand die Schlange der Zuschauer über den Parkplatz hinweg bis zur Straße. Die Folge: Die zweite Kasse wurde bei den nächsten Partien geöffnet. „Und wir überlegen, ob wir nicht auch am Tor an der Seite des ehemaligen Mega-Marktes bei Bedarf eine Kasse einrichten“, erläutert Rebein.

Auch beim Getränke- und Würstchenverkauf deutet sich eine Änderung an. Rebein: „Bei normalen Spielen mit vielleicht 400 Zuschauern reicht der Verkaufsraum aus. Kommen mehr, wie gegen Haltern, könnte man künftig auch auf der Gegentribüne Getränke verkaufen. Das würde die Situation vor allen Dingen vor dem Anpfiff und in der Halbzeit sicherlich entzerren.“

Mehr Zuschauer, mehr Ordner. Beim Ordnungsdienst im Stadion ist Rebein froh, dass die Jugendabteilung mitzieht. „Ob Trainer, Betreuer oder Eltern, hier haben wir einige Helfer. Und wenn Not am Mann ist, springt auch die Schützenpolizei mit ein. Dafür können wir nur danken.“ Grundsätzlich würde sich der RSV-Vorstand allerdings über mehr Menschen freuen, die ehrenamtlich mit anpacken. „Da hatten wir uns doch etwas mehr Zuspruch erhofft“, bilanziert Rebein. Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass gerade auch durch den Sahin-Effekt und die sportlichen Erfolge eigentlich etwas mehr Nähe zum Verein durch heimische Sportfans erhofft worden sei, die sich engagieren möchten. „Wer bei uns mitmachen möchte und ehrenamtliche Arbeit nicht scheut, der kann sich gern mit mir unter der Rufnummer 01 57/73 66 27 17 in Verbindung setzen.“

Und noch ein Punkt ist aus Rebeins Sicht ausbaufähig: „Wir sind durch unsere Erfolge und den Aufstieg in die Westfalenliga wirklich in aller Munde. Ob in den Sozialen Medien, der Presse oder bei den Fußballfans im Märkischen Kreis – wir sind präsent und haben ein gutes Standing. Und damit sind wir natürlich auch ein Aushängeschild für Meinerzhagen. Eigentlich sollte man meinen, dass die Stadt hier Synergieeffekte nutzt. Aber diesen Eindruck haben wir weniger. Bei der Stadt wurde das wohl noch nicht erkannt.“

Was Rebein mit Unterstützung für den Verein meint, präzisiert er so: „Es geht zum Beispiel um Dinge wie das Stadiongebäude. In den vergangenen 40 Jahren wurde da nicht viel dran gemacht, außer normaler Instandsetzungsarbeiten.“ Und auch der im Stadionkomplex fehlende Hausmeister mache dem RSV zu schaffen. Den Schlüsseldienst habe man inzwischen selbst übernommen. „Und das läuft auch eigentlich ganz gut“, berichtet der Vorsitzende.

Ein zweiter Kunstrasenplatz, auch das ist nach Ansicht des Vorsitzenden eigentlich unumgänglich. „Wir haben im Moment einfach begrenzte Kapazitäten. Auf den benachbarten Aschenplatz geht niemand mehr, er fällt zu Trainings- oder Spielzwecken aus. In der Liga, in der wir mit unserer ersten Mannschaft jetzt spielen, ist ein zweiter Kunstrasen einfach nötig. Die erste Mannschaft hat erweiterte Trainingszeiten und wenn dann mittwochs noch ein Spiel ist, muss das Training anderer Mannschaften ausfallen“, erklärt der Vorsitzende. Professionelles Arbeiten, so Rebein weiter, sei übrigens auch der Anspruch von Trainer Nuri Sahin.

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