Schlechter Scherz in der Corona-Krise

Fake-News: Meinerzhagens Bürgermeister wehrt sich gegen Falschmeldung

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Vorsicht, Falschmeldung! Keine Ausgangssperre in Meinerzhagen

Ein schlechter Scherz machte am Sonntagabend die Runde in den sozialen Medien. Angeblich hatte Bürgermeister Jan Nesselrath eine Ausgangssperre für Meinerzhagen verhängt. Es handelt sich um eine Falschmeldung.

Meinerzhagen - Die Corona-Krise scheint sich auch auf die Intelligenz einiger Facebook-Nutzer auszuwirken: Am Sonntag kursierte eine Falschmeldung in der Gruppe "Du bist Meinerzhagener, wenn...", gegen die sich Bürgermeister Jan Nesselrath juristisch zur Wehr setzen will.

In dem Post legt ein Nutzer dem Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen gleich mehrere falsche Meldungen in den Mund. Demnach seien am Wochenende drei Fälle von Corona-Infektionen bekannt geworden. Darauf hin sei man - nach einem Gespräch mit dem Gesundheitsministerium - zu dem Schluss gekommen, eine Ausgangssperre verhängen zu müssen.

Um die Falschmeldung authentischer wirken zu lassen, nennt der Verfasser der Fake-News einige Details: etwa, dass nur eine Person pro Haushalt für "notwendige Zwecke" die Wohnung verlassen dürfe. Auch für Arbeitnehmer gelte eine Ausnahmegenehmigung bei Vorlage eines Schreibens des Arbeitgebers.

Allesamt Falschmeldungen, wie Bürgermeister Jan Nesselrath schnell per Facebook betonte. Er setzte einen eigenen Post ab und schrieb: "Offenbar kursieren gerade in den sozialen Medien Gerüchte darüber, ich hätte für Meinerzhagen eine Ausgangssperre verhängt und drei Personen hätten sich hier mit dem Corona-Virus infiziert. Beide Aussagen sind absolut falsch und stammen nicht von mir."

Nesselrath weiter: "Es ist mir völlig unverständlich, wie man in diesen Zeiten so mit den Ängsten der Menschen spielen kann." Dabei wies auf den offiziellen Facebook-Account der Stadt Meinerzhagen ("Mein Herz für Meinerzhagen") und die städtische Internetseite hin, auf der offizielle Stellungnahmen zu lesen seien.

Die Verbreitung der Falschnachricht dürfte für den Verfasser Konsequenzen haben. Auf Anfrage der MZ teilte Jan Nesselrath mit, am Montag umgehend Strafanzeigen erstatten zu wollen.

Alle Informationen rund um den Coronavirus im MK finden Sie hier.

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