144 Flüchtlinge – Team der Herberge wird aufgestockt

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Herbergsleiter Peter Schär (Foto) und sein Team freuen sich auf die neue Aufgabe.

Meinerzhagen - Die Uhr tickt, in etwas mehr als einem Monat sollen in der Jugendherberge an der Bergstraße bekanntlich Flüchtlinge untergebracht werden. Vier Monate lang werden sie dort für Vollbelegung sorgen.

Der Leiter des Hauses, Peter Schär, ist derzeit mit den Vorbereitungen beschäftigt. Er erläuterte am Donnerstag im Gespräch mit der MZ, dass allerdings keine 150 Flüchtlinge kommen werden, sondern 144. „Das ist die Zahl an Betten, über die wir verfügen. Mehr geht nicht.“ Untergebracht werden die Flüchtlinge größtenteils in Sechsbettzimmern.

Schär erläuterte weiter, dass man sich natürlich auf die Gäste einstellen werde: „Morgens wird es Büfett geben, das Essen passen wir generell an die Bedürfnisse der Menschen an. Das bedeutet zum Beispiel, dass es kein Schweinefleisch geben wird.“ Woher genau die künftigen Bewohner kommen werden, darüber gibt es laut Herbergsleiter noch keine genauen Erkenntnisse. „Fest steht jedenfalls, dass unser Team der neuen Aufgabe sehr aufgeschlossen gegenübersteht und im Vorfeld eine absolut positive Grundstimmung bei uns herrscht. Vorrangig für uns ist es, einen guten Job zu machen und die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Unser Auftrag ist die Unterbringung und Verpflegung, die Gäste stellt die Bezirksregierung.“

Inzwischen steht auch bereits fest, dass die bisher in der Einrichtung beschäftigten sieben Personen – inklusive Reinigungskräften – nicht für die vier Monate der Vollbelegung ausreichen werden. Deshalb sucht Schär „fleißige Mitarbeiter für die Bereiche Reinigung, Küche, Spüle und Rezeption“. Die Stadt Meinerzhagen ist jedenfalls bei der Unterbringung der 144 neuen Flüchtlinge in dem Haus an der Bergstraße komplett „außen vor“. Bezahlt wird das alles vom Land, der städtische Haushalt wird auch laut Bürgermeister Jan Nesselrath nicht belastet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit der Bewohner. Laut Bezirksregierung bleibt es in diesem Punkt bei der Planung, die schon vor Wochen kommuniziert wurde: „An der Jugendherberge wird eine Sicherheitsfirma – ich denke zwei oder drei Personen – eingesetzt. Und das rund um die Uhr“, bestätigte Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung, Donnerstag erneut.

Auch bauliche Maßnahmen an oder in der neuen Flüchtlingsunterkunft gebe es nicht: „Eine Einzäunung des Gebietes planen wir in Meinerzhagen nicht. Das ist nur bei dauerhaft genutzten Objekten nötig.“ Dort seien auch viel mehr Flüchtlinge untergebracht und durch die Ein- und Ausgangskontrollen wolle man dann feststellen, wer sich im Haus aufhalte. „Das ist beispielsweise in einem Brandfall wichtig.“

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