Fotograf Peter Hildebrandt

Ein Vierteljahrhundert „Working Image“

Fotograf Peter Hildebrandt setzt auch auf professionelle Gestaltung mit Licht.
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Peter Hildebrandt setzt auch auf professionelle Gestaltung mit Licht.

Einige Erlebnisse, die Fotograf Peter Hildebrandt in seinem Berufsleben gehabt hat, wird er nie vergessen.

Meinerzhagen – Zum Beispiel den Auftrag, der ihn vor Jahren in die Mojave-Wüste nahe Las Vegas führte. Für den japanischen Automobilhersteller Mazda griff er dort zur Kamera. Einzigartige Bilder entstanden unter ganz besonderen Bedingungen. „In der Wüste hatten wir 40 Grad Celsius. Und auf den Bergen in Sichtweite lag Schnee. Dort angekommen, haben wir uns dann den Popo abgefroren“, lacht Hildebrandt, der in diesem Jahr mit seiner Firma „Working Image“ 25-jähriges Jubiläum feiert.

Auge und Lichtsetzung wichtig

Als Fotograf und Video-Filmemacher war Peter Hildebrandt im vergangenen Vierteljahrhundert tätig – und das ist auch heute noch seine Leidenschaft. Klar, dass er in diesem Zeitraum den Riesen-Schritt vom analogen zum digitalen Arbeiten mitgemacht hat. Ob Rollfilm oder Chip in der Kamera, für Peter Hildebrandt ist eines in all den Jahren im Beruf gleich geblieben: „Das Auge für die Motive und auch die Lichtsetzung sind enorm wichtig.“

Im Büro und Studio Am Stadion steht ein großes und nicht ganz billiges Equipment, mit dem Peter Hildebrandt arbeitet. Hier findet er auch die Bedingungen vor, die es ihm erlauben, die neueste Technik zu nutzen. Das ist wichtig, denn die Anforderungen sind stetig gestiegen: „Immer mehr Bedeutung gewinnt die 3D-Technik. Die Kunden wollen das – und ich liefere“, sagt Hildebrandt. Er arbeitet vor allen Dingen für mittelständische Unternehmen aus dem heimischen Südkreis. „Aber ich habe ein Netzwerk aufgebaut. Der Kunde, dessen Firma aktuell am weitesten entfernt liegt, ist bei Ulm ansässig“, berichtet der Fotograf, der also auch durchaus aufwendigere Geschäftsreisen unternimmt.

Bildbearbeitung gehört dazu

Vieles lässt sich heute allerdings auch digital erledigen. Bildbearbeitung ist ein wichtiger Aspekt bei der Arbeit: „Früher hat man ein Bild gemacht und das fertige Dia abgegeben. Digital ist vieles einfacher geworden. Doch letztendlich hat man mehr Arbeit, aber auch mehr Kontrolle. Die Qualität ist jetzt einfach höher.“ Und über das Internet lassen sich die fertigen Fotos oder Videos per Mausklick verschicken, an jeden Ort der Welt. Das dauert allerdings, wegen der suboptimalen Anbindung Am Stadion, mitunter etwas länger. „Da würde ich mir doch wirklich einen Glasfaser-Anschluss wünschen“, berichtet Peter Hildebrandt.

Aufnahmen in Japan, auf Hawaii, an der Côte d’Azur und beim von Mazda inszenierten Autorennen auf einem zugefrorenen See in Norwegen – die Welt ist auch für Peter Hildebrandt kleiner geworden als noch in den Anfängen seiner Berufslaufbahn. Als der Volmestädter 1986 seine klassische Fotografen-Ausbildung in Duisburg begann, konnte er noch nicht wissen, wie weit er in dem Job herumkommen und wie sehr sich die Arbeit verändern würde. Doch einen Grundsatz hat der 53-Jährige immer beherzigt: „Du kannst nicht alles können.“ Was er kann, das ist eine ganze Menge und auf der Homepage von „Working Image“ nachzulesen: „Industriefotografie, Werbefotografie, Automobilfotografie, Digital Retouching (Digitale Retusche), Video, 3-D-Animation“.

Kein „People-Fotograf“

„Meine Aufträge kommen hauptsächlich aus der Industrie. Firmen oder Agenturen fragen an und ich liefere, oft für Internet-Auftritte. Ich programmiere allerdings nicht selbst“, beschreibt Hildebrandt, wie sein typischer Berufsalltag aussieht. Und er erklärt auch, was er nicht oder nur als Gefälligkeit für Freunde macht: „Bei der Berufsbezeichnung Fotograf denken die meisten Menschen an Hochzeiten oder Feiern. Das ist aber nichts für mich. Ich bin eben nicht der People-Fotograf. Solche Anfragen leite ich an Kollegen weiter. Schon in meiner Ausbildung habe ich mich für die Schwerpunkte Industrie und Werbung interessiert – daran hat sich nichts geändert“, erläutert Hildebrandt.

Und damit fährt er gut, auch in Zeiten von Corona: „In meinem Kernbereich ist der klassische Mittelstand angesiedelt. Ich habe viele treue Kunden“, lobt der Working Image-Inhaber seine Auftraggeber und er fügt hinzu: „Die Pandemie hat mich zwar im April ausgebremst, und auch der Mai war für das Geschäft nicht sonderlich gut. Aber jetzt läuft es wieder normal.“ Dass Fotografieren trotz Bits und Bytes immer noch eine Kunst ist, weiß er genau: „Das Auge für Motive, die Gestaltung mit Licht, das sind die Grundvoraussetzungen – heute wie damals. Mit einer Digitalkamera allein ist es nicht getan.“

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