Saftige Geldstrafe

Mann beleidigt Polizisten auf der Wache: "Pass auf, du Schw..."

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Meinerzhagen – Bis zum Schluss blieb ein 37-Jähriger im Amtsgericht Meinerzhagen dabei, den Polizisten nicht als „Schwuchtel“ bezeichnet zu haben. Genutzt hat ihm seine Beharrlichkeit nicht: Der Richter verurteilte den Hartz-IV-Empfänger wegen Beleidigung zu 900 Euro Geldstrafe.

Am 30. Juni betraten der Angeklagte und der Inhaber einer Spielhalle die Polizeiwache in Meinerzhagen. Sowohl der Begleiter als auch zwei Polizisten gaben im Zeugenstand an, Grund des Besuches sei die Beschwerde über die Arbeit der Polizei im Zusammenhang mit einem Überfall auf die Spielhalle gewesen.

Der 37-Jährige gab an, den Beamten Namen von Personen habe nennen wollen, die mutmaßlich hinter dem Einbruch in das Casino steckten. „Er hat mich gar nicht ausreden lassen“, beschrieb der Angeklagte das Verhalten des später beleidigten Polizisten. Schließlich sei die Situation eskaliert, es sei zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen. In dessen Verlauf seien einige böse Wörter gefallen. Auch „Schwuchtel“ habe er gesagt. Aber, und das betonte der Angeklagte mehrfach, sei das Schimpfwort nicht an den Polizisten gerichtet gewesen. Vielmehr habe er damit den Mann gemeint, den er wegen des Einbruchs verdächtigt habe.

„Es kann nicht sein, dass diese Schwuchtel damit davon kommt“, habe er beim Verlassen der Wache zu seinem Begleiter gesagt. Der beleidigte Polizist gab im Gericht an, der Meinerzhagener sei schnell laut und aufbrausend geworden. Er sei daher der Wache verwiesen worden. Beim Rausgehen habe der 37-Jährige gesagt: „In Uniform bist du stark aber privat ein Niemand. Pass auf, du Schwuchtel.“ 

Eine Kollegin bestätigte, dass der Angeklagte das gesagt hatte. Der sechsfach vorbestrafte Mann blieb vehement dabei, nicht den Polizisten gemeint zu haben. Der Richter glaubte am Ende aber den beiden Polizisten.

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