Volksbank behauptet sich in turbulentem Umfeld

Roland Krebs (l.) und Niklas Jarosch (r.) verabschiedeten Michael Metgenberg und Jürgen Galla. ▪

MEINERZHAGEN/VALBERT ▪ Die örtliche Volksbank hat ein gutes Jahr 2011 präsentiert. Knapp 200 Vertreter und geladene Gäste folgten im Kulturhaus Lüdenscheid den Ausführungen des Aufsichtsrates und des Vorstandes zu ihrer Bank.

„Noch wenige Jahre zuvor als altmodisch und bieder empfunden, ist das genossenschaftliche Bankmodell in den heutigen turbulenten Zeiten zunehmend schick und angesagt.“

Das hob Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes im Rahmen der Vertreterversammlung der Volksbank im Märkischen Kreis in Lüdenscheid hervor.

In einer Pressemitteilung der Bank wird über den Verlauf der Versammlung, die auch Forum für die Verabschiedung von zwei langjährig auch im Aufsichtsrat der ehemaligen Volksbank Meinerzhagen tätigen Mitglieder bildet, wie folgt informiert:

„Das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 sei vor allem durch zwei Faktoren beeinflusst gewesen: Die Volksbank habe ihre Vertriebsstrategie weiterhin konsequent auf die Mitglieder und Kunden ausgerichtet, die ihrerseits zunehmend die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Bank zu schätzen wüssten. „Auch wenn man die Stichworte Euro- und Staatsschuldenkrise heute nahezu stündlich hört, werden wir nicht müde zu betonen: Wir gehören zur einzigen Bankengruppe in Deutschland, die keine staatliche Unterstützung benötigt hat“, konstatiert Dommes.

Im Kundengeschäft wuchs die Volksbank im Märkischen Kreis sowohl auf der Einlagen- als auch auf der Kreditseite: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen um 3,9 Prozent auf 1,185 Milliarden Euro zu. Im Kreditgeschäft standen am Jahresende 953 Mio. Euro (+ 2,2 %) in der Bilanz. Dabei konnte die Volksbank im Mittelstandsgeschäft jederzeit liefern – auch dank guter Eigenkapitalausstattung – und außerdem das Baufinanzierungsgeschäft mit insgesamt 107 Mio. Euro Neugeschäftsvolumen kräftig ausbauen. Letzteres unter anderem auch über den Bereich der institutionellen Investoren, bei denen man zunehmend präsent sei. Die Bilanzsumme steigt insgesamt auf erstmals über 1,6 Milliarden Euro.

Trotz des niedrigen Zinsniveaus und den Marktherausforderungen im Wertpapiergeschäft konnten die Ertragsquellen der Bank auf gutem Niveau stabilisiert werden. Wesentliche Kostenpositionen konnten gesenkt werden – sowohl direkt im Geschäftsjahr 2011 als auch mit Perspektive in die Zukunft. Per Ende 2011 steht damit ein Jahresüberschuss von 2,8 Mio. Euro (+ 5,7 %) in der Gewinn- und Verlustrechnung der Volksbank, aus dem eine weiterhin stabile Dividende von 4 Prozent zur Ausschüttung an die über 37 200 Mitglieder der Bank von den anwesenden Vertretern beschlossen wurde – insgesamt ein Volumen von über 1,2 Mio. Euro. Mit den weiteren Anteilen des Jahresüberschusses stärkten die Vertreter die Rücklagen der Bank.

Für die Zukunft kündigte Dommes eine konsequente Fortsetzung der kontrollierten Offensive der Bank an: „Trotz gutem Ergebnis wissen wir um die Herausforderungen der Märkte – und vor allem um die steigenden Anforderungen unserer Mitglieder und Kunden.“ Man habe viele Projekte in der Bank auf den Weg gebracht, mit denen man sich als regionale Volksbank weiterhin gut aufstellen werde. Die anwesenden Vertreter honorierten die Ausführungen und Ergebnisse durch klare Feststellung des Jahresabschlusses und einstimmige Entlastung des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates.

Darüber hinaus wurden fünf Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt: Jürgen Brüning, Stefan Grefe, Bernhard Hüttenmeister, Albert Rasche und Peter Tweer bleiben dem Aufsichtsgremium mit jeweils klarem einstimmigem Votum erhalten.

Drei bisherige Aufsichtsratsmitglieder schieden nach langjähriger Tätigkeit aus dem Aufsichtsrat aus: Jürgen Galla, Michael Metgenberg und Wolfgang Schulte wurden mit viel Dank und Applaus verabschiedet. Vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband wurden Jürgen Galla die Ehrennadel in Silber und Wolfgang Schulte die Ehrenurkunde des Verbandes als Anerkennung für ihre genossenschaftliche, ehrenamtliche Tätigkeit überreicht. Michael Metgenberg war bereits im Jahr 2009 mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet worden.

Jürgen Galla und Michael Metgenberg waren langjährig im Aufsichtsrat der ehemaligen Volksbank Meinerzhagen aktiv und übernahmen auch mit der Fusion 2009 weiterhin Verantwortung im Aufsichtsgremium. Der Meinerzhagener Jürgen Galla wurde erstmals im August 1989 in den Aufsichtsrat gewählt und war Mitglied des Strategieausschusses des Aufsichtsrates der Volksbank Meinerzhagen und bis zur Vertreterversammlung 2012 Aufsichtsratsmitglied der Volksbank im Märkischen Kreis. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde er bereits im Jahr 2010 mit der Ehrenurkunde des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet.

Der Oberberger Michael Metgenberg legt nach über 28 Jahren im Aufsichtsrat (seit Mai 1984) seine Tätigkeit nieder. Zu Zeiten der Volksbank Meinerzhagen führte er das Aufsichtsgremium in die Fusion 2009. Danach übernahm er neben der weiteren Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Volksbank im Märkischen Kreis den Vorsitz des Kreditausschusses. Ihm wurde bereites 2009 vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband für seine Tätigkeit die Ehrennadel in Silber verliehen.“ ▪ eb

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