Stimmgewaltiges Konzert

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Die gut 50 Sängerinnen und Sänger aus Bergneustadt brachten stimmgewaltig und schwungvoll die voll besetzte Kirche zum Klingen.

Lieberhausen – Die Faustorgel, das Prunkstück der „Bunten Kerke“ in Lieberhausen, musste schweigen beim Konzert von The Voices. Das war zwar so nicht geplant, aber nicht weiter tragisch, denn die gut 50 Sängerinnen und Sänger aus dem benachbarten Bergneustadt brachten stimmgewaltig und schwungvoll die voll besetzte Kirche zum Klingen.

Die Chorgemeinschaft mit insgesamt mehr als 200 Sängern aller Altersklassen in sieben Gesangsgruppen war zum ersten Mal zu Gast in Lieberhausen und gestaltete ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins der Kirche. Etliche Sänger sind in gleich zwei Formationen aktiv. Eine von ihnen, die „Weibsbilder“, bestritten zwei Beiträge alleine unter ihrer Chorleiterin Petra Meister. Überhaupt erwiesen sich die Frauen als außerordentlich stimmstark, gleich mehrere waren mit Soloparts vertreten. Allerdings zeigte sich auch, dass die spätromanische „Bunte Kerke“ zwar über eine wunderbare Akustik verfügt, aber nicht für Konzerte gebaut wurde. Wer nur noch einen Sitzplatz hinter einer der mächtigen Säulen oder im Seitenschiff ergattert hatte, konnte zwar immer noch gut hören, zu sehen bekam er allerdings wenig. Der Chor trug dem Rechnung und drehte sich gelegentlich um 180 Grad. Dann sahen eben die Zuhörer im Hauptschiff den Sängern für einen Moment auf den Rücken. Die „Voices“ haben ihren Schwerpunkt im Pop-Bereich, das Konzert eröffneten sie aber mit einem mehrsprachigen Gospel aus Südafrika, gefolgt von einem Titel, der als christlicher Pop gilt: „Beten“. Udo Jürgens wird mit diesem Genre üblicherweise nicht in Verbindung gebracht, aber sein Song „Ihr von morgen“ regt zumindest zum Nachdenken an, ebenso wie „Für immer ab jetzt“ von Johannes Oerding. „Das wird gerne auf Hochzeiten gespielt,“ kommentierte Ralf Zimmermann. Mit zwei Klassik-Hits beendeten die „Voices“ ihr Konzert in der Lieberhausener Kirche und bewiesen damit zugleich ihre Bandbreite: „Ave verum corpus“ von Mozart und das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Händel. „Sie dürfen mitsingen,“ ermunterte Ralf Zimmermann das Publikum. Das traute sich dann doch nicht, spendete aber begeistert Beifall.

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