Im schmucken Dirndl steht Viktoria vor der Kamera

Gymnasiastin Viktoria Schönknecht aus Meinerzhagen (rechts) und Stammmodel Teresa Schraut mit den neuesten Kreationen der Dirndl-Disignerin Kristin Kreuzer. - Fotos: van de Wall

MEINERZHAGEN - Als die Meinerzhagener Gymnasiastin Viktoria Schönknecht (18) jetzt in der Vorweihnachtszeit in das unterfränkische Himmelstadt fuhr, dann nicht, um dort beim himmlischen Postamt die Weihnachtspost aufzugeben oder den leckeren Frankenwein zu genießen, sondern um zu arbeiten oder besser gesagt, um zu modeln.

Von Thomas van de Wall

Die junge Dirndl-Designerin Kristin Kreuzer hat die brünette Sauerländerin im Internet entdeckt und als Model für die Dirndl-Kollektion Frühjahr/Sommer 2014 gebucht. „Es ist halt immer so, dass die Kollektion für die warme Jahreszeit im Winter fotografiert werden muss“, so die Designerin Kristin Kreuzer, die ihre Produkte als „Dirndl-Couture“ bezeichnet und bewusst nicht von traditionell spricht.

Ursprünglichkeit verbunden mit der Moderne, das ist der Anspruch der Textil-Ingenieurin, die zunächst eine Ausbildung zur Schneiderin gemacht hat und später studierte. Handwerkliche Rafinesse, veredelt mit echten Swarovski-Applikationen – so kommt auch die aktuelle Kollektion unter dem Titel „Kaiserlich- und Königlich“ daher. Und genau zur Bebilderung dieser Kollektion hatte sich die Designerin neben ihrem Stamm-Model Teresa Schraut die Meinerzhagener Abiturientin ausgesucht.

„Eleganz heißt, nicht ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben“ – den Spruch von Giorgio Armani hat sich auch Kristin Kreuzer zum Leitsatz gemacht. „Vika hat perfekt zu meinem Motto auch etwas zeitlos elegantes“, so die Designerin über den Export aus dem oberen Volmetal.

Neben dem Lookbook für jede Kollektion und den reinen Produktfotos benötigt Kristin Kreuzer regelmäßig Image-Bilder für ihre edlen Dirndl-Modelle, die alles andere als Massenware sind. Kristin Kreuzer ist ihr eigener Chef, von der Idee über den Einkauf der edlen Stoffe und der Produktion bis hin zum Vertrieb und natürlich auch der Planung der Fotostrecken.

War es im Frühjahr als Location noch die Hitznalm im Sauerland, sollte die aktuelle Kollektion wieder im unterfränkischen Himmelstadt abgelichtet werden – angesichts des Wetters eine kluge Entscheidung, denn neben Indoor-Aufnahmen sollten die Modelle natürlich auch draußen fotografiert werden.

Dirndl-Fotos mit Viktoria Schönknecht aus Meinerzhagen

Ein liebevoll und modern renoviertes altes Bauernhaus diente als Shooting-Location. Außen Backsteinwände, innen viel weisses Holz mit weißen Türen – eben eine gute Möglichkeit auch hier Tradition mit Moderne zu verbinden. Während Model Teresa (25) schon ein alter Hase als Model für Dirndl-Couture ist und bereits mehrfach vor der Kamera gestanden hat, durfte Viktoria Schönknecht in Himmelstadt zum ersten Mal ein Dirndl anprobieren. Das war natürlich für die Meinerzhagenerin geschneidert, die im Vorfeld ihre Maße an Kristin Kreuzer übermittelt hatte.

Vor dem Shooting stand jedoch zunächst das Styling. Anders als bei der Fotostrecke im Sauerland sollten die Haare jetzt nicht als Bauernzopf gestyled werden sondern ganz getreu dem Motto „Kaiserlich-und Königlich“ auf Volumen getrimmt werden. Das übernahm die Stylistin Dorothea Bonetti mit ihrem Team, die erst im November ihren nagelneuen Salon in Karlstadt eröffnet hatte.

Nach dem Styling hieß es: „Raus aus dem Jogginganzug – rein ins Dirndl“. Und da Viktoria noch nie eins getragen hat, musste Kristin ihr natürlich ein wenig helfen, die „Einzelteile“ richtig anzuziehen. Aber als Viktoria sich zum ersten Mal im Spiegel sah, kam ein zaghaftes „Wow – wie schön.“ Bisher kannte die Sauerländerin Dirndl nur aus dem Fernsehen oder Katalogen. Aber selbst einmal ein so edles Teil einer der renomiertesten Designerinnen anziehen zu dürfen und dann noch für sie modeln zu dürfen – das ist schon eine echte Ehre.

Geführt von der Designerin und dem Dirndl-Profi Teresa, die sich auf Anhieb mit der Meinerzhagenerin verstand, fiel das modeln leicht und der Tragekomfort beeindruckte die Abiturientin. So entstanden in Himmelstadt himmlische Fotos für Kristin Kreuzer, die immer wieder neue Ideen für eines der zumindest in Süddeutschland traditionellen Kleidungsstücke hat.

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