Restaurants zum Jahreswechsel ausgebucht

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Im Gasthof Zur Rose freut sich Wirt José Gamboa darauf, heute Abend um Mitternacht mit seinen Gästen anzustoßen.

Meinerzhagen - Gottesdienst, Bescherung, Zeit für die Familie und eine ganze Menge Arbeit in der Küche – Weihnachten ist vorbei, jetzt stehen die nächsten „Feiertage“ an: Silvester und Neujahr.

Dabei unterscheidet sich der Tagesablauf an den Festtagen kaum, statt der Geschenke gibt es jetzt allerdings ein Feuerwerk. Doch Festmenüs gehören wieder dazu. Da wundert es wenig, dass vielen Hausfrauen und -männern nach Weihnachten der Sinn danach steht, sich jetzt verwöhnen zu lassen, statt selbst zum Kochlöffel zu greifen. Und was liegt da näher, als für den heutigen Silvesterschmaus einen Tisch in einem der heimischen Restaurants zu buchen? Die Meinerzhagener Wirte jedenfalls freuen sich über viele Reservierungen.

Im Wirtshaus in der Altstadt an der Derschlager Straße meldet Chef Peter Banse heute „ausverkauft“. Bereits seit einiger Zeit seien alle Tische vergeben. „Es gab sogar eine Warteliste“, berichtet er. Zwei Menüs bietet er seinen Gästen zum Jahreswechsel an: Rinderfilet und Wildschweinmedaillons. Diverse Vorspeisen und ein Dessert gehören ebenfalls dazu. Mit drei Servicekräften und vier Personen in der Küche wird er heute ab 18 Uhr dafür sorgen, dass die 65 Essen frisch auf den Tisch kommen.

Die Vorbereitungen für diesen besonderen Tag haben für Peter Banse bereits am Sonntag begonnen. Mit Festlichkeiten hat er schon viel Erfahrung. Er stand auch am zweiten Weihnachtsfeiertag für seine Besucher bereit, die meistens bereits Wochen im Voraus reserviert hatten. „Am 24. und 25. Dezember hatten wir allerdings geschlossen. Diese Zeit war wichtig für uns als Familie“, berichtet Peter Banse.

Im Hotel-Restaurant Am Schnüffel werden die Gäste das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen können. Seit Wochen schon wissen Heiko und Nicole Lüsebrink, dass sie heute ein volles Haus haben werden. „Mit 104 Gästen sind wir ausgebucht“, blickt Nicole Lüsebrink dem vermeintlichen Trubel gelassen entgegen: „Ich mache das gern und freue mich auf den Abend mit netten Gästen.“ Für sie wird ihr Mann Heiko mit seinem vierköpfigen Team ein Vier-Gänge-Menü kreieren. Zwischen Kalbsfilet und Lammrücken können die Gäste beim Hauptgericht wählen.

Nicht alle Besucher des Restaurants bleiben heute bis Mitternacht. Und bevor Sektkorken und Raketen knallen, auch das ist Tradition, können auch die Mitarbeiter Feierabend machen. „Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter den Jahreswechsel auch mit ihren Familien feiern können.“ Den Service, dazu gehört auch das nächtliche Servieren der Punschballen, übernimmt die Chefin des Hauses dann allein. „Drei oder vier Uhr wird es bestimmt“, weiß sie schon jetzt, dass eine lange Nacht bevorsteht. Wenig Schlaf ist sie gewöhnt. „Das war in der Vorweihnachtszeit nicht anders. Drei Stunden waren da oft das Maximum. Und Weihnachten haben wir dann in eineinhalb Tagen 310 Essen serviert.“

Im Gasthaus Theile an der Derschlager Straße ist heute Abend ebenfalls kein Tisch mehr frei. Seit Monaten sei man ausgebucht, berichtet Mitarbeiterin Josepa Dzoec. Die Gäste werden heute in „zwei Etappen“ kommen. Die frühe Gruppe startet bereits um 17 Uhr. Bis 22 Uhr können sich die Gäste dann bei gepflegtem Essen auf das Finale zum Jahresende vorbereiten. In der Küche des Restaurants und im Service heißt es dagegen fünf Stunden Hochbetrieb. Das Team setzt aber auf gute Organisation. Bei der Speisekarte können sich die Besucher des Gasthauses auf die bewährte Küche von Ibrahim Mrzljak verlassen. „Die Karte ist wie immer“, verspricht Josepa Dzoec und weiß, dass manche Gäste schon vor dem Verlassen des Hauses vorausschauend an Silvester 2019 denken: „Einige reservieren schon fürs nächste Jahr.“

Viele Stammgäste werden heute Abend auch im Hotel-Restaurant Fischerheim an der Seeuferstraße in Windebruch mit Sekt und Canapés begrüßt. „Wir sind voll ausgebucht“, berichtet Margret Lück und weiß, dass viele ihrer Gäste gern frühzeitig auf Nummer sicher gehen möchten und einen Tisch reservieren. „Wir hatten am zweiten Weihnachtstag geöffnet und die ersten Reservierungen hierfür haben wir bereits im Oktober entgegengenommen“, erzählt sie. Am letzten Tag des Abends wird es im idyllisch an der Lister gelegenen Restaurant ein festliches Silvestermenü geben. „Wir bereiten ein Überraschungsmenü vor, das aus vier Gängen besteht“, verrät die Senior-Chefin. Die Planungen dafür sind erst am Wochenende abgeschlossen worden. Bis 23 Uhr können sich die Gäste im Fischerheim kulinarisch verwöhnen lassen.

Auch im Gasthof Zur Rose an der Kirchstraße 20 lief der Silvester-Countdown schon vor einigen Tagen an. Wirt José Gamboa erwartet heute Abend 65 Gäste. Für die ist dann ein großes warmes/kaltes Büfett vorbereitet. „Suppe, Salate, Rind- und Schweinefleisch, Geflügel – die Besucher haben die Wahl“, zählt er einige Angebote auf.

Seit Sonntag ist José Gamboa mit den Planungen für den großen Tag beschäftigt. Insgesamt besteht das Rose-Team heute aus zwei Küchenkräften und zwei Kollegen im Service. Ausgebucht war seine Gaststätte übrigens ebenfalls bereits Wochen vor dem Jahreswechsel. „Stress ist das für mich nicht. Ich freue mich darauf. Ich möchte mit meinen Gästen feiern“, sagt Gamboa, der sein Restaurant auch am zweiten Weihnachtstag geöffnet hatte. An diesem Tag gab es zum Beispiel Gans und portugiesische Spezialitäten. Und nach Neujahr ist dann erst einmal eine Erholungspause angesagt? „Nein. Es geht weiter. Ausruhen kann ich mich später wieder, wenn ich Urlaub habe“, lacht der Gastwirt.

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