Viele Attraktionen an der Knochenmühle

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Linus und Jonas zeigten großes Interesse an den Dampfmaschinen von Pastor Ludwig Opahle.

Mühlhofe - Schon vor der Eröffnung des Mühlentages in der Knochenmühle hatten viele Volmetaler den Weg nach Mühlhofe gefunden. Das Wetter lud dazu auch ein. Noch war es erfrischend mild unter den mächtigen Bäumen und so konnten die Besucher alles in Ruhe erkunden.

Jürgen und Guido Müller aus Herringhausen waren schon eine Weile an ihrem Räucherofen zugange, denn die ersten Forellen wollten um die Mittagszeit gegessen werden. „Wir haben 170 Forellen sowie drei Lachsforellen für die Verlosung eingekauft“, berichtete Guido Müller. „Wir räuchern sie mit einer Gewürzmischung nach unserem Geheimrezept und echtem Wacholder. Das gibt unseren Forellen den unverwechselbaren Geschmack.“

Petra Hirten vom Imkerverein Kierspe-Meinerzhagen stand nicht weit entfernt von den beiden Räuchermeistern. Sie hatte Honig aus der Region, Seife und auch Blütenpollen auf ihrem Tisch ausgebreitet. Gerade für Allergiker ist Honig aus der Frühjahrsernte wichtig. Schon ab dem Winter lässt der tägliche Verzehr eines halben Teelöffels Honig die Augen weniger tränen und die Nase weniger laufen.

Ein ganz ausgefallenes Hobby zeigte Günter Kirschbaum aus Lüdenscheid-Brügge. Er ist Stuhlflechter und hat sich das Handwerk von seinem Opa abgeschaut. Rund acht Stunden braucht Günter Kirschbaum, bis er einen Stuhl neu beflochten hat. „Es ist ein aussterbendes Handwerk“, weiß der Bergstädter. Doch am Pfingstmontag bekam er sogleich von Besuchern aus Plettenberg einen Stuhl mitgebracht, den er sofort begann in Ordnung zu bringen.

Schmuck aus Afrika – das war etwas für die weiblichen Besucher der Mühlentages – verkaufte die Gruppe Nicolay, Sundermann und Schmidt aus Echternhagen. Sie fährt regelmäßig nach Kenia, um dort den Schmuck einzukaufen. Der Erlös aus den Verkäufen in Deutschland geht an die Hupendo-School in Nairobi, die damit ihre laufenden Unkosten decken kann.

Neugierig schauten Linus und Jonas auf die Dampfmaschinen, die Pastor Ludwig Opahle mitgebracht hatte. Sie rauchten, pfiffen und machten Krach – das gefiel den kleinen Zuschauern. „Ich bin gerne bei solchen Veranstaltungen“, betonte Ludwig Opahle. „Als Priester bei den Menschen sein und mit ihnen über Gott und die Welt reden, das ist mir wichtig.“

Das Bogenschießen des Schützenvereins Brügge, der in diesem Jahr zum ersten Mal an der Knochenmühle vertreten war, hatte es Sascha angetan. Ob auf eine Scheibe, einen Dachs oder ein Wildschwein – es war egal, welches Ziel er sich aussuchte. Die Hauptsache war für ihn, dass er traf.

Im oberen Teil der Knochenmühle hatte der Heimatverein Sonnenschirme und Bierzeltgarnituren aufgestellt, auf denen sich die Besucher ausruhen und es sich munden lassen konnten. Hier zog der Duft von Reibekuchen, Waffeln, Grillwürstchen und Nackensteaks vorbei und regte die Geschmacksnerven an. Für musikalische Unterhaltung sorgte derweil Günter Lange. Gleich drei Akkordeone hatte er mitgebracht, um die Besucher zu unterhalten.

Viele abwechslungsreiche Attraktionen hatte der Heimatverein für seine Besuchern ausgesucht und mit der Vielfalt der Handwerke hatte er rund um die Knochenmühle einen interessanten Tag gestaltet. - von  Gertrud Goldbach

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