Mit KuK und viel Kultur ins neue Jahr

Joachim Gauck wird am 29. Juni ab 20 Uhr im PZ der Gesamtschule sprechen.

MEINERZHAGEN/KIERSPE ▪ Kabarettist Jürgen Becker, der ehemalige Bundespräsidenten-Kandidat Dr. Joachim Gauck, die Philharmonie Südwestfalen, Rock-Legende Birth Control.

Der Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen, kurz KuK, hat seine Fühler mit Erfolg ausgestreckt und bietet im ersten Halbjahr 2012 ein Veranstaltungsprogramm, das mancher Großstadt zur Ehre gereichen würde.

Heute stellten KuK-Vorsitzender Fritz Schmidt und die Vorstandsmitglieder Bärbel Schlicht und Wolfgang Schmitz vor, was die Volmestädter in den kommenden Monaten erwartet. Ohne zu viel zu versprechen: Viele Sparten werden abgedeckt, ob Musik-Fan oder Freund des gesprochenen Wortes – es gibt sicherlich für jeden kulturinteressierten Kiersper und Meinerzhagener entsprechende Angebote.

Die Mischung macht’s – nach diesem Motto haben sich die KuK-Verantwortlichen wieder auf die Suche nach Künstlern gemacht, die vornehmlich in der Stadthalle, im Kiersper PZ oder in der alten Rönsahler Brennerei Kostproben ihres Könnens geben werden. Traditionell wird die Philharmonie Südwestfalen den Anfang machen. Ihr Gastspiel am Freitag, 13. Januar, ab 20 Uhr in der Stadthalle wird Liebhaber klassischer Musik in Meinerzhagens „gute Stube“ locken.

Aufgrund einer Erkrankung muss die für den 29. Januar in der Brennerei geplante Jazz-Matinee mit Arnd Hawlina Quartett allerdings ausfallen.

Musikalisch betrachtet dürfen sich die Volmestädter aber auf weitere „Bonbons“ freuen, so auf das Gastspiel der „Altstars “ von Birth Control, die einst mit ihrem Hit „Gamma Ray“ die Nation rockten. Die Ex-Band von Hugo-Egon Balder gastiert am 3. März ab 20 Uhr im PZ der Gesamtschule Kierspe.

Doch auch das preisgekrönte Jazz-Quintett „Cinematic Experience“ mit dem jungen Meinerzhagener Posaunisten Tobias Link verspricht musikalischen Hochgenuss. Zu hören sind die Nachwuchskünstler am 22. April ab 11 Uhr in der Kornbrennerei Rönsahl.

Auch „Exoten“ haben ihren Platz im KuK-Programm. Eine Vertreterin dieser „Spezies“ ist Barbara Buchholz, die am 18. März um 19 Uhr in die Rönsahler Servatiuskirche kommt. Sie spielt das „Theremin“, ein ganz und gar nicht alltägliches Instrument, dessen „Handhabung“ an keiner Musikschule gelehrt wird. Mit ihren Händen „bearbeitet“ sie ein elektromagnetisches Feld zwischen zwei Antennen – und erzeugt Töne, die in dem ehrwürdigen Gotteshaus wohl noch nie zu hören waren.

Ob Pizza oder Pudding – Dr. Oetkers Produkte schmecken Verbrauchern in vielen Ländern. Einer, der dafür mitverantwortlich ist, ist Dr. Ernst F. Schröder. Der persönlich haftende Gesellschafter der Firma Oetker wird „Struktur, Strategie, Führung und Kultur“ am 7. Februar ab 19.30 Uhr im Foyer der Stadthalle thematisieren.

„Michael Kumpfmüller hat mit ,Die Herrlichkeit des Lebens’ einen Roman voller Würde geschrieben. Er zeigt uns einen erfüllten Franz Kafka und bringt Licht in das Rätsel Dora Diamant“, verspricht KuK. Seinen tragisch schönen Liebensroman wird der Autor am 19. Januar ab 20 Uhr im Sitzungssaal des Meinerzhagener Rathauses an der Bahnhofstraße vorstellen.

Wäre der ehemalige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, Dr. Joachim Gauck, der bessere Bundespräsident gewesen? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, benötigte einst drei Wahlgänge. Im entscheidenden Durchgang erhielt er 625 Stimmen. Der Favorit von SPD und Grünen, eben jener Joachim Gauck, bekam 494 Stimmen – und am 29. Juni wird er ab 20 Uhr im PZ der Gesamtschule Kierspe zum Thema „Freiheit-Verantwortung-Gemeinsinn“ sprechen.

„Der Künstler ist anwesend“ – der Titel dieses Kabarett-Programms ist am 4. Februar Programm. An diesem Tag kommt Jürgen Becker um 20 Uhr in die Stadthalle – und setzt die Reihe der Gastspiele mit landesweit bekannten Künstlern damit fort.

Ob Jazz-Ikone Gloria Cooper und ihr „German Quintett“ (10. März), das Alexander Gelhausen Quartett (9. Juni) oder Kabarettistin Tina Teubner (27. April) – das KuK-Angebot ist ebenso vielfältig wie unterhaltsam. Und natürlich ist im Programmheft auch nachzulesen, was im KuK-Kino geboten wird und wohin es mit KuK-Tours geht.

Jede Menge Arbeit steckt hinter den Programmplanungen, der Kontakt zu manchen Künstlern wird schon zwei Jahre vor deren Gastspiel in den Volmestädten hergestellt. Dabei steht immer eine Frage im Vordergrund: „Wo können wir etwas Gescheites herbekommen?“, erläutert Vorsitzender Fritz Schmid. „Und wir erstellen immer ein Grundgerüst, weil wir alle Bereiche abdecken wollen“, fügt Wolfgang Schmitz hinzu. Dabei kommt den Planern zugute, dass mit PZ, Stadthalle, Ratssaal und der Brennerei Rönsahl vorzüglich geeignete Veranstaltungsorte zur Verfügung stehen. „Wobei die Stadthalle beispielsweise mit ihrer Technik schon herausragt“, weiß Schmid. Dass Kunst kein einfaches „Geschäft“ ist, bleibt aber Fakt: „Es ist über die Jahre betrachtet gleichbleibend schwierig, bekannte Künstler zu verpflichten“, erläutert Wolfgang Schmitz. Mit dem Halbjahresprogramm 2012 ist KuK das aber zweifellos „par excellence“ gelungen.

Vorverkaufsstellen für alle KuK-Veranstaltungen und Auslagestellen für das Programm sind das Atelier Albrecht, die Buchhandlung Schmitz (Tel. 0 23 54/27 62), das Reisebüro Lück in Valbert und die Buchhandlung Timpe in Kierspe. Ticket-Bestellungen sind auch unter http://www.kuk-verein.de möglich. ▪ beil

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