Verwaltung der Stadt stellt sich neu auf

+
Der erweiterte Verwaltungsvorstand und die Fachbereichsleiter der Stadt Meinerzhagen: v.l. Helmut Klose (Leiter Fachbereich 1 Zentrale Dienste), Heinz-Gerd Maikranz (Leiter FB 2 Bildung, Sport und Kultur), Beigeordneter Frank Maatz, Petra Gothe (Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung), Bürgermeister Erhard Pierlings, Hans-Erich Schmidt (Leiter FB 3 Ordnung und Soziales), Jürgen Tischbiereck (Leiter FB 4 Technischer Service). Es fehlten verhindert Hans-Peter Sturm (Leiter der Stabsstelle Kämmerei) und Friedrich Rothaar (ebenfalls Leiter FB 4 Technischer Service). ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Verwaltung der Stadt Meinerzhagen stellt sich neu auf. Im Zuge der Umsetzung des vom Rat gebilligten Personalentwicklungskonzeptes ändert sich die Aufbauorganisation, sprich die Zuordnung von Verantwortung und Aufgaben innerhalb der bisherigen Dezernate, Ämter und Abteilungen.

Was sich für die Mitarbeiter der Verwaltung und was sich für die Bürgerinnen und Bürger als Nutzer von Dienstleistungen „ihrer“ Stadtverwaltung ändert, darüber informierten Bürgermeister Erhard Pierlings und der Erste Beigeordnete Frank Maatz gestern im Rahmen eines Pressegesprächs.

„Zielsetzung ist, die von den Bürgern nachgefragten Leistungen auch weiterhin auf gewohnt hohem Niveau zu halten und womöglich noch zu verbessern“, erläutert der Bürgermeister. Dieser Prozess wird maßgeblich beeinflusst durch äußere, von der Stadt selbst kaum zu beeinflussende Faktoren. „Wir müssen davon ausgehen, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen, also insbesondere die Finanzausstattung, eher abnehmen werden. Neue Herausforderungen ergeben sich durch den demografischen Wandel“, beschreibt es der Beigeordnete. Mit der jetzt vorgenommenen Veränderung/Anpassung habe man sich sowohl an den spezifischen Erfordernissen und Bedingungen bei der Stadt Meinerzhagen, aber auch an andernorts von Kommunen bereits gemachten Erfahrungen orientiert.

Die Aufbauorganisation bildet sozusagen das hierarchische Gerüst der Verwaltungsorganisation ab, legt damit die Rahmenbedingungen des Arbeitslaufes fest. Hierbei werden die Aufgaben sachgerecht gebündelt und mit den für die Aufgabenerledigung erforderlichen Befugnissen und Verantwortlichkeiten einzelnen Stellen und Organisationsbereichen zugeordnet.

Die Verwaltung soll letztlich auch verschlankt werden, indem „Verantwortung konzentriert wird“, wie es Frank Maatz erklärt. Dieser Prozess erfolge in einem transparenten und offenen Dialog mit allen Mitarbeitern.

Die vollständige Umsetzung der neuen Verwaltungsorganisation geschieht in einem mehrstufigen, gleitenden Verfahren bis 2015. Dabei wird die Chronologie mitbestimmt durch das zeitlich absehbare Ausscheiden leitender Verwaltungsmitarbeiter aus der bisherigen Dezernenten- beziehungsweise Amtsleiterebene. So ist mit dem Ausscheiden von Gerd Schriever zum 1. Februar die bisherige Dezernentenstelle beim Bauamt entfallen. Voraussichtlich 2013 geht auch Kämmerer Hans-Peter Sturm in den Ruhestand. Aus der Kämmerei wird dann das dem FB 1 Zentrale Dienste zugeordnete neue Sachgebiet Finanzen.

Stufe eins der Umstrukturierung wurde mit Jahresbeginn in Kraft gesetzt. Sie beinhaltet im Wesentlichen den Fortfall der bisherigen Dezernats- und Amtsleiterebene. Stattdessen gibt es jetzt vier Fachbereiche.

Hierarchisch gegliedert ist dies wie folgt: Der Bürgermeister steht an der Verwaltungsspitze. Ihm direkt unterstellt bleiben die Stabsstellen Kämmerei (Leitung Hans-Peter Sturm) und Wirtschaftsförderung(Leitung Petra Gothe). Zweite Ebene der neuen Verwaltungshierarchie sind die sogenannten Geschäftskreise.

Geschäftskreis 1 wird verantwortet vom Ersten Beigeordneten Frank Maatz, der zugleich auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters ist. Ihm zugeordnet sind die neuen Fachbereiche 1 (Zentrale Dienste) undFB 2 (Bildung, Sport und Kultur). Leiter des FB 1 ist der bisherige Hauptamtsleiter Helmut Klose, sein Vertreter Wolfgang Nagl. Zum FB 1 gehören die Sachgebiete Verwaltungssteuerung und Service (Leitung Wolfgang Nagl). Fachbereichsleiter 2 ist Heinz-Gerd Maikranz, Vertreterin Helga Gräwe. Zum FB 1 gehören die Sachgebiete Bildung (Leitung Heinz-Gerd Maikranz), Kultur (Leitung Martin Witscher) und Sport (Leitung Oliver Busch).

Geschäftskreis 2in der Verantwortung des Bürgermeisters gliedert sich auf in die Fachbereiche 3 Ordnung und Soziales und FB 4 Technischer Service.

Leiter des FB 3 ist der bisherige Dezernent Hans-Erich Schmidt, Vertreterinnen sind Ute Otto und Silvia Markus. Zugeordnet sind dem Fachbereich die Sachgebiete Öffentliche Sicherheit (Leitung Ute Otto) und Soziales (Leitung Silvia Markus).

Das bisherige Baudezernat ist nun der Fachbereich 4 Technischer Service, der mit Friedrich Rothaar und Jürgen Tischbiereck zwei gleichberechtigte Leiter hat, die sich gegenseitig vertreten. Dem FB 4 zugeordnet sind die Sachgebiete Stadtplanung (Leitung Friedrich Rothaar), Bauen und Wohnen (Leitung Peter Matzke/Verwaltung und Jürgen Tischbiereck/Technik), das neue Sachgebiet Gebäudemanagement (Leitung Sabine Weichler) sowie der Baubetriebshof (Leitung Frank Markus, kaufmännischer Bereich, Michael Adolph (technischer Bereich).

In der Umsetzung begriffen ist gerade die zentrale Aufgabenwahrnehmung für den Bereich Bäderverwaltung (Freibäder, Hallenbad) durch das Sachgebiet Sport. Das vollständige Gebäudemanagement als neues eigenständiges Sachgebiet, das die Verantwortlichkeit sowohl für die städtischen Gebäude einschließlich Energiebeschaffung als auch das hier eingesetzte Personal bündeln wird, soll Zug um Zug innerhalb von voraussichtlich drei Jahren aufgebaut sein.

2015 wird es parallel zum Ausscheiden des bisherigen Dezernenten und neuen Fachbereichsleiters 3, Hans-Erich Schmidt, im Bereich der Fachbereiche zur Zusammenlegung der beiden Bereiche mit besonders hohem Publikumsverkehr kommen: Aus den Fachbereichen 2 Bildung, Sport und Kultur sowie 3 Ordnung und Soziales wird dann der neue Fachbereich Bürgerservice.

Für die Bürgerinnen und Bürger, die den Kontakt zur Verwaltung in irgendeiner Angelegenheit suchen, bleibt weiterhin das Bürgerbüro die erste und zentrale Anlaufstelle. Hier können viele Behördenangelegenheiten direkt und abschließend erledigt werden. Geht es um spezifischere Dinge, wird dem Bürger von hier der Weg zum jeweiligen Ansprechpartner auf der Fach- beziehungsweise Sachgebietsebene gewiesen. Auch dort ermöglichen die neuen Strukturen in der Regel eine verantwortliche Aufgabenerledigung aus einer Hand.

Schlanker, effizienter, kostengünstiger soll und kann es werden. Um auch räumlich dafür optimale Voraussetzungen vorhalten zu können, wäre aus Sicht des Bürgermeisters und des Beigeordneten eine Konzentrierung aller Verwaltungseinrichtungen zentral an einer Stelle ebenso sinnvoll wie wünschenswert. Aktuell sind noch Kämmerei (im alten Rathaus an der Oststraße) sowie der neue Fachbereich 2 Bildung, Sport und Kultur (in der Stadthalle) ausgelagert. Im Rathauskomplex an der Bahnhofstraße fehlt derzeit der nötige Raum für die zentralisierte Unterbringung aller Dienststellen. Mögliche und auch ins Auge gefasste bauliche Erweiterungen scheitern bislang aber an der Frage der Finanzierbarkeit. ▪ -fe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare