Zu wenig Fußgänger

Kein Zebrastreifen: Birkeshöhstraße bleibt streifenfrei

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Fußgängerinsel an der Birkeshöhstraße: Diese Mittelinsel soll Fußgängern die Querung erleichtern. CDU-Ratsherr Udo Kritschker forderte jedoch die Installation eines Zebrastreifens.

Meinerzhagen – Für Fußgänger aus dem Wohngebiet Birkeshöh ist sie die bevorzugte Route in die Innenstadt: Wer von der Dränkerkampstraße Richtung Stadthalle unterwegs ist, muss zwangsläufig die Birkeshöhstraße überqueren. Das allerdings birgt  Gefahren, wie Udo Kritschker (CDU) im Rat betonte.

Wer an der Birkeshöh lebt und ins Stadtzentrum will, lässt das Auto gerne stehen. Zu nah ist die Innenstadt. Lediglich 300 Meter liegen zwischen der Dränkerkampstraße und der Stadthalle. Und doch gibt es beim Fußweg ein Problem.

„Die Fahrzeuge, die von der B54 auf die Birkeshöhstraße abbiegen, fahren recht schnell nach oben, sodass insbesondere ältere Fußgänger, die von der Dränkerkampstraße in Richtung Birkeshöhbrücke gehen, Angst haben, es nicht rechtzeitig über die Straße zu schaffen“, berichtete CDU-Ratsherr Udo Kritschker in der jüngsten Ratssitzung. Seine Frage an die Verwaltung: Ist es möglich, dort einen Fußgängerüberweg, sprich: Zebrastreifen, im besagten Bereich anzulegen? 

Zu wenig Fußgänger und Fahrzeuge

Die Antwort von Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck dürfte den Initiatoren aber nur wenig Hoffnung machen. „Um einen Fußgängerüberweg anlegen zu können, müssen in dem Bereich pro Stunde 50 bis 100 Fußgänger und mindestens 200 Fahrzeuge gezählt werden“, erläuterte Tischbiereck eine Richtlinie, die erläutert, wann solche Zebrastreifen möglich und wann sie sogar empfohlen werden. Dass pro Stunde allein die Anzahl an Fußgängern erreicht wird, gilt jedoch auch ohne vorliegende Zahlen als unwahrscheinlich. 

Eine ähnliche Antwort musste der Fachbereichsleiter bereits im vergangenen Jahr dem Valberter Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck geben. Der hatte einen Fußgängerüberweg für die Haaner Straße gefordert, um den Fußweg zum Lidl-Markt zu sichern. Auch damals hatte Jürgen Tischbiereck auf die erforderliche Zahl an Fußgängern beziehungsweise Fahrzeugen hingewiesen. 

„Einen Fußgängerüberweg müsste darüber hinaus nicht die Stadt, sondern der Märkische Kreis als Straßenverkehrsbehörde anordnen. Der würde diesen bei diesen Kennzahlen sicherlich ablehnen“, sagte Tischbiereck auf Anfrage. 

Für ihn stellt auch die Übersichtlichkeit im Kurvenbereich der Birkeshöhstraße ein Problem dar, sodass ein Zebrastreifen allein die Gefahr von zu schnellen Autos nicht mindern würde. Eine mögliche Lösung gebe es dennoch: die Installation von Warnschildern, die rechtzeitig auf kreuzende Fußgänger aufmerksam machen. Diese Möglichkeit soll nun geprüft werden.

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