Themen im Ausschuss: Eine Straßen-Datenbank und mehr Licht

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Auch die Fassade des Rathausgebäudes 4 an der Bahnhofstraße wird bald „angestrahlt“.

Meinerzhagen - „Man hat alles unter Kontrolle.“ Mit diesem einen Satz brachte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck in der jüngsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses auf den Punkt, was sich die Verwaltung von einer neuen Datenbank verspricht.

Die Software, die dafür jetzt angeschafft wird, soll dazu dienen, das Straßenmanagement in Meinerzhagen neu zu organisieren.

Städtische Fahrbahnen müssen unterhalten werden. Marode Straßen werden hergerichtet – je nach Art und Ausmaß der Schäden kostet das viel Geld. Welche Straße oder welcher Weg wann mit der Sanierung an der Reihe ist, was das kostet, ob und in welchem Ausmaß die Anlieger dafür bezahlen müssen, all das und noch viel mehr soll zukünftig im Rathaus digital verwaltet werden. 

Das neue Management macht einiges möglich. Was, das machte Marcel Rottmann während der Sitzung deutlich. Der Gast ist Mitarbeiter der Firma Bockermann Fritze, Ingenieur Consult, aus Enger im Kreis Herford. Er berichtete von einem Grundmodul, das für das Straßenmanagement angeschafft werden muss. Das lässt sich dann mit weiteren Bausteinen aufstocken. Welche dafür nötig sind, bestimmt die Verwaltung. Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck denkt in diesem Zusammenhang an die Module Aufbruchkataster, Sanierungsplanung, Straßenbeleuchtung und Ingenieurbauwerke wie beispielsweise Brücken. Zusammen würden Software und Dienstleistungen dafür etwa 21 000 Euro kosten. 

Die Aufgabe für Bockermann Fritze: Bereitstellung und Installation der Software und Hilfe beim Einpflegen der in der Verwaltung bereits vorhandenen Daten über die heimischen Straßen. „Letztere liegen zurzeit in Form von Excel-Tabellen vor“, informierte Jürgen Tischbiereck. Weil es sich bei der Anschaffung der Datenbank um ein sogenanntes laufendes Geschäft der Verwaltung handelt und ein Kostenrahmen von 26 000 Euro nicht überschritten wird, war keine Zustimmung des Ausschusses nötig – Widerspruch regte sich nicht. 

Ausschussvorsitzender Volkmar Rüsche brachte es am Ende der Diskussionen auf den Punkt: „Diese Datenbank ist eine nicht unerhebliche Hilfe für die Verwaltung.“ Dass bei der Umsetzung des Digitalisierungsprojektes dennoch einige zusätzliche Arbeit auf die Meinerzhagener Verwaltung zukommen wird, machte der städtische Fachbereichsleiter nach einer Frage von Torben Gelhausen (CDU) nach zusätzlichem Personal deutlich. Jürgen Tischbiereck: „Ja, das ist eigentlich nötig. Ein Ingenieur wäre im kommenden Jahr wünschenswert. Es ist jetzt geplant, dass Kollege Markus Schade die Datenbank füllt. Irgendwann soll ein neuer Kollege ihn dann dabei möglichst unterstützen. Aber wenn wir den Wert unserer Straßen erhalten wollen, ist das nötig. Wir brauchen Man- oder Womenpower.“

Die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden, Straßen und Plätzen – auch das ist ein Projekt, mit dem sich der Ausschuss befasste. Und hier gab es Neues zu vermelden. Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar berichtete, das im Rahmen des beschlossenen Lichtmaterplanes für die Stadt kurzfristig Aufträge vergeben werden sollen. Konkret geht es um die Gebäude Rathaus 4 an der Einmündung Bahnhofstraße/Unterm Bamberg und Altes Rathaus Oststraße. Beide Fassaden sollen nachts beleuchtet werden. Noch in diesem Jahr, so die Planungen, könnten die Vorhaben umgesetzt werden.

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