Regionale 2013

Eine weitere Brücke für Meinerzhagen: Radfahrer sollen Volme überqueren

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In diesem Bereich soll es bald eine Radfahrerbrücke von der Straße Am Bücking auf die B54 (hinten) geben.

Meinerzhagen - Die Stadt erhält im Zuge der Regionale eine weitere Brücke – wenn auch eine bedeutend kleinere als zuletzt am Bahnhof: Das drei Meter breite Bauwerk soll die sichere Radfahrt aus Richtung Innenstadt auf den künftigen Volmetalradweg ermöglichen.

Jens Ebener vom Stadtplanungsbüro ASS präsentierte dem Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am Montagabend das Konzept für gleich mehrere Rad- und Gehwege, die den Fußweg oder die Fahrt per Fahrrad entlang der Bahnhof- und Volmestraße angenehmer machen sollen. „Das Ziel ist die Anbindung des ZOB an die Innenstadt sowie den Volmetalradweg“, erklärte Ebener eingangs, ehe er ins Detail ging: So soll auf der Volksparkseite der Bahnhofstraße ein reiner Radweg mit bis zu zwei Metern Breite entstehen. Fußgänger sollen auf dieser Seite größtenteils durch den Park geführt werden, ehe sie im Kreuzungsbereich zur Volmestraße wieder gemeinsam mit den Radfahrern den Weg teilen.

Auf der gegenüberliegenden, der Rathausseite, entsteht für 126 000 Euro (städtischer Eigenanteil 50 400 Euro) ein kombinierter Geh- und Radweg. „Angenehmer Nebeneffekt dieser Maßnahme: Straßen.NRW wird in diesem Zuge auch die Oberfläche der Bahnhofstraße erneuern“, so Ebener. Zuletzt hatte es nach den dortigen Kanalarbeiten Kritik an der „holprigen“ Fahrbahn gegeben, die allerdings von Anfang an lediglich als Provisorium angekündigt worden war (die MZ berichtete).

Entlang der Volmestraße wird auf der Seite des Volme-Centers ein separater, 1,40 Meter breiter Radfahrstreifen auf der Straße angelegt – auf die Rechtsabbiegerspur für Autos kann infolge des nicht mehr befahrbaren Stadtplatzes „Volmemarkt“ bekanntlich verzichtet werden. Fußgänger wiederum dürfen sich auf der gegenüberliegenden Seite (Stadtwerke/Mark-E) über eine Neuerung freuen: Wie Stadtplaner Jens Ebener erklärte, soll dort ein durchgängiger Gehweg bis zum Lidl direkt neben der Landesstraße entstehen. Bislang endet der ausgebaute Bürgersteig kurz hinter der Querungshilfe, die den Anwohnerbereich der Volmestraße mit dem Stadthallen-Vorplatz verbindet – Fußgängern steht von dort an bislang nur noch ein wenige Zentimeter breiter Streifen zur Verfügung.

Dieser "Gehweg" entlang der Volme soll ausgebaut werden.

„Es ist unsere Aufgabe, Fußgänger als die schwächsten Verkehrsteilnehmer sicher die Volmestraße entlang zu führen“, konterte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck die Kritik Volkmar Rüsches (CDU), der den Gehweg-Ausbau nebst Stützmauer als „überflüssig wie ein Kropf“ bezeichnete. Immerhin macht diese Maßnahme einen großen Teil der Gesamtkosten für die Geh- und Radwege aus: 250 818 Euro werden allein für den Gehwegausbau an der Volmestraße veranschlagt, der Eigenanteil der Stadt beliefe sich demnach auf 95 068 Euro. Die bisher notwendige Überquerung der Volmestraße hält Tischbiereck künftig nicht mehr für sinnvoll: „Ich habe meine Bedenken, wenn künftig nicht mehr sechs- sondern vierzehntausend Autos diese Straße befahren.“ Wie berichtet, erwarten die Experten einen solchen Anstieg infolge der neuen Verkehrsführung entlang der Stadthalle.

Mit weiteren Kosten in Höhe von insgesamt 320 500 Euro ist für die übrigen Geh- und Radwege entlang der Bahnhof- und Volmestraße sowie für die Brücke über die Volme zu rechnen: Diese wird am Ende der Anliegerstraße „Am Bücking“ errichtet und soll Radlern die Fahrt über den Kreuzungsbereich Volmestraße/B54 ersparen.

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