Strich durch die Rechnung

+
Die Villa im Park ist seit Herbst 2019 saniert und umgebaut. Sie war ein Projekt der Regionale 2013.

Meinerzhagen - Die Teilnahme am Verfahren zur Regionale 2025 verschiebt sich beziehungsweise verzögert sich. Der Grund auch hier: Das Coronavirus.

Für die Umsetzung des Gemeinschaftsprojektes der Stadt Meinerzhagen und der Gemeinde Herscheid blicken beide Bürgermeister weiterhin positiv in die Zukunft. Die notwendigen Arbeiten für die Erlangung des zweiten Sterns werden in absehbarer Zeit weitergehen. Kurz vor Weihnachten erhielten die fünf Kommunen „Oben an der Volme“ (Halver, Herscheid, Kierspe Meinerz-hagen und Schalksmühle) jeweils ihre Urkunde mit dem ersten Stern.

Damit hatte das Auswahlgremium, welches über die möglichen Maßnahmen in der Regionale 2025 entscheidet, die Ampel für den nächsten Schritt auf grün gestellt. Dementsprechend wollten sich die Fachleute aus den fünf Teilnehmerstädten auch in der vergangenen Woche zusammensetzen, um ihre weitere Arbeit zu strukturieren. Dabei sollte es konkret unter anderem um die Machbarkeit und die Finanzierung der verschiedenen Ideen gehen. Diesem Ansinnen allerdings machte das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Vorhaben aber durchgeführt werden.

Im Hinblick auf die ausstehende Arbeit keine gern gesehene Verzögerung, aber letztendlich auch kein grundsätzliches Problem. Denn wie bei den vorangegangenen Regionalen ist zwar mit der Benennung der Jahreszahl 2025 auch das eigentliche Präsentationsjahr für die erstellten Projekte gemeint, es ist aber nicht zwingend. Ein plastisches Beispiel hierfür ist die Meinerzhagener Villa im Park. Seit September vergangenen Jahres fertiggestellt, war sie ein Projekt der Regionale 2013. Neben weiteren Maßnahmen, sieht das bestehende Konzept der OadV-Kommunen für die in fünf Jahren anstehende Regionale als Gemeinschaftsprojekt von Herscheid und Meinerzhagen ein Wander- und Naturerlebniszentrum Nordhelle vor.

„Ein multimediagestütztes Zentrum für Umweltbildung und nachhaltigen Tourismus. Rund um den Robert-Kolb-Turm…“, heißt es dazu in der Bewerbung. Für die beiden Städte ein enger Bezug miteinander und eine große Chance. Ebenso wie die unter Umständen entstehenden weiteren zeitlichen Verzögerungen durch das Coronavirus, sehen die Bürgermeister von Meinerzhagen, Jan Nesselrath, und von Herscheid, Uwe Schmalenbach, die Frage der notwendigen Mittelbereitstellung derzeit als unproblematisch an: „Wir werden die weiteren Schritte im Hinblick auf den zweiten Stern vorantreiben, um die Voraussetzungen für eine mögliche Realisierung zu schaffen. Ob und wie es letztendlich weitergehen wird, kann verlässlich im Moment noch niemand sagen. Ich bin aber nicht pessimistisch, dass auch die letztendlich für eine Förderung vorgesehenen Projekte der Regionale 2025 im vorgesehenen Zeitrahmen begonnen oder abgeschlossen werden können“, so Uwe Schmalenbach im Gespräch mit der MZ.

„Der Bürgermeister von Herscheid und ich sind da völlig übereinstimmend. Nicht zuletzt deswegen, weil die angedachten Aktivitäten auf der Nordhelle auch auf eine positive, breite Resonanz bei allen Beteiligten und vor allem der Bürgerschaft stoßen“, erklärt Nesselrath. Bis es zu einer Entscheidung über den zweiten Stern für die Projekte kommen wird, ist noch genügend Zeit. Ursprünglich war hierfür das Frühjahr 2021 anvisiert, es dürfte aber auch in diesem Fall eine Fristverlängerung geben, damit die notwendigen Unterlagen von den Bewerbern beigebracht werden können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare