Nach anfänglichen Plänen

Wende: Bahn fährt Güterverladestation Krummenerl weiterhin an

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Meinerzhagen - Der Kampf um die weitere Nutzung der Güterverladestation in Krummenerl hat sich offenbar gelohnt: Wie ein Sprecher der DB Cargo am Dienstag auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung erklärte, gehört Krummenerl zu jenen 42 Stationen, die nun nicht mehr auf der Streichliste der Bahn zu finden sind.

Wie berichtet, zählte die Güterverladestation in Krummenerl zu den bundesweit anfangs 215 Bahnhöfen, die von der DB Cargo künftig nicht mehr angefahren werden sollten. Daraufhin hatten sich zahlreiche Bürger, aber auch Politiker - unter anderem der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (SPD) - für den Erhalt der Station stark gemacht. In Meinerzhagen hatte sich zudem ein Bündnis gebildet, an dessen Spitze mit Raimo Benger der Geschäftsführer des Bau- und Rohstoffverbandes vero gewählt wurde. 

"Eine Frage der Wirtschaftlichkeit"

Wie ein Sprecher der DB Cargo erklärte, habe man nach Gesprächen mit dem Betriebsrat sowie den Kunden - in Krummenerl die Basalt AG als Betreiber des dortigen Steinbruchs - entschieden, 42 Güterverladestationen, die auf der Streichliste standen, weiterhin anzufahren. "Letztlich war es für uns von Anfang an eine Frage der Wirtschaftlichkeit", heißt es von Seiten der Bahn. Nun seien in Einzelfällen neue Bedienkonzepte erarbeitet oder höhere Mengenvolumen vereinbart worden, so dass eine Aufgabe der Strecken verhindert werden konnte.

"Schottermengen werden wieder steigen"

Erleichtert über die Entscheidung der DB Cargo zeigte sich Norbert Ivenz-Gaul, Oberbetriebsleiter der Basalt AG für die Region Nord. „Wir haben in den Gesprächen ja immer wieder betont, dass die zuletzt niedrigen Schottermengen nun wieder steigen werden“, wiederholt er ein Argument, das auch Peter Winters, technischer Leiter des Steinbruchs, immer wieder bei Terminen mit in dieser Sache engagierten Politikern hervorhob. Die in den vergangenen Jahren geringen Mengen hatten für einen geringeren Bedarf an Wagons gesorgt – und wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die DB Cargo mit dem Entschluss trug, Krummenerl nicht mehr zu bedienen. Da man nun aber wieder in Gesteinsschichten vordringe, der insbesondere für den Gleisbau nachgefragter sei, rechne man bald wieder mit bis zu 50 000 Tonnen, die pro Jahr auf die Schienen gebracht werden können, so Ivenz-Gaul. Eine Zahl, die die DB Cargo überzeugt haben dürfte.

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