Lob für die Bahn in Sachen „Krummenerl“

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Bahn-Pläne zur beabsichtigten Aufgabe der Verladestation hatte sich ein Bündnis für den Erhalt stark gemacht. - Archivfoto: Müller

Meinerzhagen - Der weitere Betrieb der Güterverladestation in Krummenerl sorgt nicht nur beim Betreiber des dortigen Steinbruchs, der Basalt AG, für Erleichterung.

Auch die Vertreter des parteiübergreifenden Bündnisses, das sich für den Erhalt der Station stark gemacht hatte, sowie der heimische Bundestagsabgeordnete Matthias Heider und die Verwaltungsspitze freuen sich über die Entwicklung.

Helmut Klose, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, blickt – vorbehaltlich einer schriftlichen Bestätigung der Deutschen Bahn – unter anderem auf das erfolgreiche Engagement des Stadtoberhaupts Jan Nesselrath, der sich derzeit im Urlaub befindet, zurück, aber auch auf die Aktivitäten aller übrigen in dieser Sache handelnden Personen. „Dies ist eine sachgerechte Entscheidung der Bahn, die Vorteile für die regionale Infrastruktur, die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit mit sich bringt“, sagte Klose.

Aus dem fernen Peking meldete sich indes Raimo Benger zu Wort: Der UWG-Fraktionsvorsitzende ist nicht nur Geschäftsführer des Bau- und Rohstoffverbandes vero, sondern auch Sprecher des Bündnisses, das sich nicht nur den Erhalt der Verladestation in Krummenerl, sondern auch in Lüdenscheid-Brügge zum Ziel gesetzt hatte. Nun würde immerhin der fortlaufende Betrieb in Krummenerl zeigen, „dass die Initiative ein voller Erfolg war“, so Benger. Nach einem Treffen mit Bahn-Spitzenvertretern in Düsseldorf habe man bereits positive Signale erhalten, nun freue er sich „riesig“ über den Erfolg. „Alle haben an einem Strang gezogen“, betont Raimo Benger, der auch dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider für seine Kontaktaufnahme zur Bahnzentrale in Berlin dankte.

Ebenfalls innerhalb des Bündnisses hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas für den Erhalt der Güterverladestation in Krummenerl engagiert. „Mich freut der Erfolg des Bündnisses, das partei- und interessenübergreifend agiert und sich nun also wirklich gelohnt hat“, so Dudas, wenngleich er die Absage für die Güterverkehrsstelle in Lüdenscheid-Brügge bedauert. Und doch lobt der SPD-Landtagsabgeordnete den Gesprächspartner: „Die Bahn hat immer sehr transparent gearbeitet und uns regelmäßig über den aktuellen Stand der Beratungen informiert. Ein Bahn-Bashing, wie es andere gemacht haben, wäre sicher der falsche Weg gewesen“, sagte der Sozialdemokrat offenbar in Richtung Matthias Heider, der sich im Rahmen eines Pressetermins Ende Juni kritisch gegenüber der Bahn geäußert hatte und unter anderem an die millionenschweren Investitionen in den Güterverkehr im oberen Volmetal erinnerte.

Und so begrüßt auch der CDU-Bundestagsabgeordnete nun „diese erste klare Zusage, die Vertrauen schafft“. Die Erleichterung über die Entwicklung ist dennoch groß: „Dahinter stecken eine große Kraftanstrengung und viele Gespräche von Politik, Verband und natürlich dem Steinbruchbetreiber, der sich sehr um seinen Standort in Meinerzhagen bemüht hat. Es wäre verrückt, wenn sich die Bahn ihren Schotter für die Gleise mit dem Lkw liefern lässt.“

Einen Seitenhieb in Richtung Bahn gibt es von Heider aber auch diesmal: Anders als die DB Cargo hätten Heiders Gesprächspartner der Bahn in Düsseldorf am Dienstag noch nichts von dieser positiven Nachricht gewusst. „Es würde sicher helfen, wenn innerhalb des Bahn-Konzerns mehr miteinander gesprochen würde. Dann wäre dem Unternehmen im Listertal diese Verunsicherung erspart geblieben.“

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