Gerichtsverhandlung

Ohne Führerschein und ziemlich betrunken

Der 31-Jährige musste sich vor dem Amtsgericht Meinerzhagen verantworten.
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Der 31-Jährige musste sich vor dem Amtsgericht Meinerzhagen verantworten.

Als ein 31 Jahre alter Mann in der Nacht auf den 18. Januar sein Auto in Meinerzhagen zwar startete, Gas gab, aber nicht losfuhr, wurden Anwohner aufmerksam. Sie alarmierten die Polizei.

Meinerzhagen – Die Beamten waren schnell vor Ort und stellten zwei Dinge fest. Erstens: Der Mann hatte gar keine Fahrerlaubnis. Diese hatte er zuvor wegen Trunkenheit und Drogen am Steuer verloren. Zweitens: Der Aufgefundene war betrunken. Eine Blutuntersuchung ergab später einen Promillewert von 2,17. Am Amtsgericht Meinerzhagen musste sich der Mann deshalb wegen Trunkenheitsfahrt und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Geständnis

„Ja, das ist richtig“, legte er sofort ein Geständnis ab. Einen besonderen Anlass für die Fahrt habe er nicht gehabt, gab der Angeklagte zu. Er habe auch gar keine Erinnerungen mehr an die Tat: „Ich bin erst nachts gegen 4 Uhr zu mir gekommen.“ Auch in der Vergangenheit war der Mann bereits wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheitsfahrten aufgefallen.

Insgesamt weist sein Auszug aus dem Bundeszentralregister vier Eintragung auf. Ab 2012 hat er sich zweimal wegen Besitzes von Drogen, zweimal wegen Trunkenheitsfahrten, in einem Fall zusätzlich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, strafbar gemacht.

1500 Euro Geldstrafe

Im vorliegenden Fall nahm das Gericht eine fahrlässige Trunkenheitsfahrt an. Der Vorsitzende verurteilte den Hartz-IV-Empfänger zu 1500 Euro Geldstrafe und erlegte eine Sperre zur Widerlegung der Fahrerlaubnis von 18 Monaten auf. „Es scheint, dass Sie ein Problem mit Alkoholkonsum haben. Zumindest im Zusammenhang mit Autofahren“, brachte es der Richter am Dienstag in seiner Urteilsbegründung schließlich auf den Punkt.

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