Quittung für viele Verfehlungen

Meinerzhagen - Die Liste der Vorwürfe, denen sich ein Kiersper vor dem Amtsgericht Meinerzhagen stellen musste, war lang: Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahrt unter berauschenden Mitteln und unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln. Ohne Umschweife räumte der 33-Jährige alles ein. „Verwirklicht“ hatte er die Straftaten in der Silvesternacht.

Nachdem er ordentlich getrunken und sich mit Amphetamin vollgepumpt hatte, war der Angeklagte auf sein Motorrad gestiegen, um von Valbert zu seiner Freundin nach Kierspe zu fahren. Doch da kam er nicht an. „Ich bin losgefahren – völlig zu“, gab sich der 33-Jährige offen. Aufgrund seines Zustandes geriet der Mann auf der Landstraße 539 auf die Gegenfahrbahn: „Ich war ziemlich schnell.“ Das war auch der Polizei aufgefallen.

Beim Versuch, auf eisglatter Fahrbahn vor den Beamten zu fliehen, stürzte der Mann. Er habe weglaufen wollen. Da hätten sich die Polizisten auf ihn geworfen. Wie sich herausstellte, hatte der Angeklagte falsche Kennzeichen an das Krad geschraubt. Damit war das Motorrad auch nicht haftpflichtversichert. Bei der Durchsuchung stießen die Beamten noch auf zehn Ecstasy Tabletten und 1,9 Gramm Amphetamin. „Ja, das ist übel, richtig übel“, räumte der 33-Jährige ein. Der Gerichtsprozess sei nur eine Folge seines Verhaltens: „Ich habe mir dadurch mein Leben versaut.“ Im Januar hätte der Arbeitslose einen Job bekommen. 

Da ihm aber nach dem Vorfall der Silvesternacht der Führerschein abgenommen worden war und er gestern eine siebenmonatige Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis einstecken musste, sei die Chance vertan. Der bereits vorbestrafte Mann wurde zudem zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.

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