31-jähriger Meinerzhagener steht vor Gericht

Betrunken und bekifft mit Auto auf Tour

Meinerzhagen - „Immer wenn ich Alkohol trinke, passieren komische Sachen“, erklärte ein Angeklagter am Dienstag vor dem Amtsgericht Meinerzhagen. Wie Recht er damit hatte, zeigte die Reihe der Vorwürfe, die der 31-Jährige komplett einräumte.

In den Morgenstunden des 17. Oktobers vergangenen Jahres besorgte sich der Meinerzhagener an der Immecker-Straße zunächst einmal ein Gramm Marihuana für 10 Euro. Anschließend setzte er sich ans Steuer seines Wagens.

Einen Führerschein hatte der Mann nicht, aber einen Blutalkoholwert von 1,79 Promille. Mit diesem rauschte er in eine Verkehrskontrolle. Durch den Alkohol empfindlich geworden, nervte ihn die Innenbeleuchtung des Streifenwagens. Der Bitte, das Licht etwas zu dimmen, kam die Polizistin nicht nach. Die Reaktion des Angeklagten erfolgte prompt: „Bitch“.

Der Meinerzhagener plauderte am Dienstag frei von der Leber weg. Erzählte, dass er noch nie einen Führerschein besaß, dafür aber ein Auto mit seinen Initialen und Geburtsdatum auf dem Kennzeichen.

„Warum, wenn Sie doch keinen Führerschein haben“, fragte der Richter verwundert. Nun, erläuterte der Mann, er habe keine Lust, die Leute ständig wegen eines Autos zu belästigen, wenn er mal irgendwo hin müsste. Lösung: „Ich habe das Auto, meine Kollegen einen Führerschein.“ So hätten alle etwas davon.

Für seine Fahrt am Tattag hatte der Meinerzhagener eine einfache Erklärung parat: „Das Auto war so schlecht eingeparkt.“ Er habe es nur anders hinstellen wollen. Der Angeklagte hatte noch mehr zu bieten, nämlich 16 Vorstrafen wegen Beleidigung, Diebstahls und Körperverletzung. Die fielen ihm letztlich schwer auf die Füße, denn der Richter verurteilte den Mann mit Blick auf die Eintragungen zu einer Geldstrafe von 3600 Euro und verhängte eine Sperre zur Erlangung eines Führerscheins von sechs Monaten.

Zudem gab es noch den Rat mit auf den Weg, den Alkoholkonsum einmal gründlich zu überdenken.

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