Verbandsversammlung der Verbundschule Volmetal

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Verbandsversammlung der Verbundschule Volmetal mit (v.l.) Helga Gräwe, Marie-Luise Linde, Erhard Pierlings, Günther Barth und Anette Kulosa-Regh. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Unsere Ressourcen sind endlich, auch in der Kämmerei“, erläuterte Bürgermeister Erhard Pierlings in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher der Verbundschule Volmetal - Förderschwerpunkte Lernen, Sprache, soziale und emotionale Entwicklung bei der Sitzung der Verbandsversammlung des Schulverbandes.

Eine „Fülle von Aufgaben“ habe die Kämmerei nach Inkrafttreten des Gesetzes zu bewältigen gehabt, das die Gemeinden und Gemeindeverbände ab 2005 verpflichtete, ihre Geschäftsvorfälle nach dem System der doppelten Buchführung zu erfassen. Aufgrund verwaltungsinterner Schwierigkeiten stehe daher nun, nach erfolgter Tätigkeit des Rechnungsprüfungsausschusses, nicht nur der Jahresabschluss für das Vorjahr, sondern auch der für das Haushaltsjahr 2008 zur Abstimmung; es wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Zu Beginn der Sitzung hatte die Vorsitzende, Marie-Luise Linde, neue Mitglieder in feierlicher Form zur „gesetzmäßigen und gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben“ verpflichtet.

Betreffend die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“, woran der Schulverband teilnehme, und die Richtlinien zur Festsetzung des Elternbeitrages zur Schülerverpflegung gab Stadtamtfrau Helga Gräwe bekannt, dass auch nach einem möglichen Wegfall von Landesmitteln lediglich der Betrag von einem Euro erhoben werde. Aktuell sei eine Prüfung des Schulverbands durch die Gemeindeprüfungsanstalt angelaufen, ergänzte sie die Bekanntgaben.

Richtig „in Fahrt“ kam Schulleiter Günther Barth bei seinen Ausführungen zur Situation der Schule „Auf der Wahr“, die derzeit teilweise zweifach umzäunt sei. Einmal durch einen Bauzaun, desweiteren aber durch einen „von unserer Schülerfirma“ selbstgebauten Zaun. Die „Geschäftsidee“ des Entlassjahrgangs sei, nun Nachrücker an dem noch nicht vollendeten Projekt zu beteiligen. Geradezu Vorzeigecharakter hätten die verschiedenen, von den Schülern betriebenen „Geschäftsfelder“, wie das Schüler-Café und andere berufsbezogene Projekte. Gute Erfahrungen gebe auch es mit zum Teil Schulform übergreifenden Pilotprojekten. Die verschiedenen Aktivitäten in Richtung berufsbezogenen Lernens machten nicht nur viel Arbeit, sondern auch „richtig Spaß“. Zumal man hier in der glücklichen Lage sei, sowohl „hervorragende“ eigene Werkstätten, als auch qualifizierte Fachleute von außen zu haben und somit die Kapazitäten komplett vorzuhalten. Denn bundesweit gebe es einen erheblichen Mangel an entsprechend ausgebildeten Lehrkräften. Eine weitere Schiene sei das Langzeit-Praktikum in kooperierenden Firmen. Habe man bisher bei rund 20 Schülern pro Entlassjahrgang zwei Ausbildungsplätze realisieren können, so seien es diesmal bereits sieben, konnte Barth voller Stolz vermelden. Und seine Stellvertreterin Anette Kulosa-Regh berichtete von einem ehemaligen Schüler, der seine Lehre zum Lageristen erfolgreich abgeschlossen habe, mit fester Anstellung. „Da hat die Firma jetzt bei uns angefragt, ob wir noch so einen haben.“ ▪ As

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